KEER KLARTEXT
Ein persönlicher Blick auf aktuelle Entwicklungen, Wirtschaft, Gesellschaft und den Immobilienmarkt
Hier teile ich regelmäßig meine Einschätzungen zu aktuellen Entwicklungen rund um den Immobilienmarkt sowie zu Themen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, die Eigentümer, Käufer und Investoren im Westmünsterland, am Niederrhein und darüber hinaus bewegen.
KEER KLARTEXT ist kein Nachrichtenportal. Hier finden Sie meine persönliche Einordnung aktueller Entwicklungen, Beobachtungen aus dem Unternehmeralltag sowie ausgewählte Fotos und Videobeiträge, die Einblicke in unsere Arbeit und den Immobilienmarkt geben.
Die Beiträge spiegeln meine persönliche Einschätzung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wider. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzen keine rechtliche, steuerliche oder finanzielle Beratung.

Neues Dach geplant? Was Eigentümer 2026 zusätzlich beachten müssen
Eine Dachsanierung gehört zu den größeren Investitionen am eigenen Haus. Wer 2026 in Nordrhein-Westfalen eine umfassende Erneuerung plant, sollte deshalb nicht nur Angebote, Materialien und Handwerkerkosten vergleichen. Denn je nach Umfang der Arbeiten können gleichzeitig gesetzliche Anforderungen an Photovoltaik und Wärmeschutz relevant werden – und damit zusätzliche Punkte, die bei der ursprünglichen Planung möglicherweise noch gar nicht berücksichtigt waren.
Wer die Dachhaut eines bestehenden Gebäudes vollständig erneuern lässt, muss seit dem 1. Januar 2026 grundsätzlich auch die nordrhein-westfälische Solarpflicht berücksichtigen. Das betrifft nicht den Austausch einzelner beschädigter Ziegel oder kleinere Reparaturen, sondern eine umfassende Erneuerung der Eindeckung oder Abdichtung. Bei älteren Ein- und Zweifamilienhäusern kann aus der geplanten Dachsanierung deshalb gleichzeitig die Frage werden, ob eine Photovoltaikanlage vorgesehen werden muss.
Wenn aus der Dachsanierung mehr wird
Bei Wohngebäuden mit höchstens zwei Wohneinheiten kann zur Erfüllung der Solarpflicht bereits eine Photovoltaikanlage mit mindestens 3 kWp ausreichen. Eigentümer müssen also nicht automatisch jede geeignete Dachfläche vollständig mit Modulen belegen. Gleichzeitig bestehen Ausnahmen, etwa wenn die Installation technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht vertretbar ist.
Daneben kann der Wärmeschutz relevant werden. Wird bei einer Dachsanierung stärker in die Konstruktion eingegriffen, können energetische Mindestanforderungen entstehen. Entscheidend ist dabei, was tatsächlich erneuert wird und wo bei dem betreffenden Gebäude die thermische Gebäudehülle verläuft. Bei einem ausgebauten und beheizten Dachgeschoss kann die Situation deshalb anders sein als bei einem unbeheizten Dachboden, bei dem bereits die oberste Geschossdecke gedämmt ist.
Die pauschale Aussage „neues Dach bedeutet automatisch neue Dämmung“ wäre daher falsch. Ebenso falsch wäre allerdings die Annahme, bei einer umfassenden Dachsanierung müsse lediglich die neue Eindeckung betrachtet werden.
Kosten und Planung frühzeitig zusammenbringen
Bevor der erste Auftrag vergeben wird, sollte deshalb klar sein, was tatsächlich gemacht werden soll und welche Folgen daraus entstehen. Wird lediglich repariert oder die Dachhaut vollständig erneuert? Greift die Solarpflicht? Ist das Dach für Photovoltaik geeignet? Welche energetischen Anforderungen entstehen durch den geplanten Dachaufbau? Und welche Arbeiten lassen sich sinnvoll miteinander verbinden, solange Gerüst und Handwerker ohnehin vor Ort sind?
Auch Fördermöglichkeiten sollten frühzeitig geprüft werden. Für energetische Maßnahmen wie eine Dachdämmung können je nach Vorhaben Zuschüsse, Förderkredite oder steuerliche Vorteile infrage kommen. Wichtig ist vor allem, sich damit vor der verbindlichen Auftragsvergabe zu beschäftigen, da der Zeitpunkt bei einzelnen Förderprogrammen eine Rolle spielen kann.
Wer zunächst nur mit den Kosten für die neue Dacheindeckung kalkuliert und Photovoltaik oder zusätzliche Wärmeschutzmaßnahmen erst später berücksichtigt, muss möglicherweise neu rechnen. Wer die gesamte Maßnahme dagegen von Anfang an betrachtet, kann notwendige und sinnvolle Arbeiten besser aufeinander abstimmen und den Kostenrahmen realistischer einschätzen.
Mein Fazit
Eine umfassende Dachsanierung sollte 2026 nicht nur unter der Frage „Was kostet ein neues Dach?“ geplant werden. Entscheidend ist das Gesamtbild: Welche Arbeiten sind notwendig, welche zusätzlichen Anforderungen entstehen dadurch und welche Unterstützung kann gegebenenfalls genutzt werden? Wer diese Punkte vor der Auftragsvergabe zusammen betrachtet, schafft eine deutlich bessere Grundlage für eine Investition, die viele Jahre Bestand haben soll.
Hinweis: Welche Anforderungen und Fördermöglichkeiten im konkreten Fall gelten, hängt von Gebäude, Dachkonstruktion und Umfang der geplanten Arbeiten ab. Dieser Beitrag ersetzt keine technische, steuerliche oder rechtliche Einzelfallprüfung.

Mietnomaden – reales Risiko oder überschätzte Gefahr?
Steigende Wohnkosten und die Sorge vor möglichen Mietrückständen stehen derzeit wieder stärker im Fokus. Eine repräsentative Forsa-Befragung im Rahmen des Anfang September veröffentlichten Mietenreports 2026 des Deutschen Mieterbundes zeigt: 29 Prozent der befragten Mieter sorgen sich, ihre Miete künftig nicht mehr bezahlen zu können. Doch Zahlungsprobleme machen einen Mieter noch lange nicht zum Mietnomaden. Der Begriff bezeichnet im engeren Sinne Fälle, in denen ein Mietverhältnis bereits mit betrügerischer Absicht eingegangen wird und die vereinbarte Miete von Anfang an nicht oder bereits sehr früh nicht mehr gezahlt wird. Eine wichtige Grundlage für die Einordnung des Phänomens bildet bis heute ein Sondergutachten der Forschungsstelle für Immobilienrecht der Universität Bielefeld aus dem Jahr 2011. Die Untersuchung wurde im Auftrag des damaligen Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und des Bundesministeriums der Justiz erstellt.
Wie häufig sind Mietnomaden tatsächlich?
Wie verbreitet Mietnomadentum in Deutschland tatsächlich ist, lässt sich bis heute nicht verlässlich beziffern. Eine der häufig zitierten Untersuchungen zu diesem Thema stammt von der Universität Bielefeld. Sie wurde im Auftrag des Bundes erstellt und sollte unter anderem klären, wie sich problematische Mietverhältnisse einordnen lassen.
Im Rahmen der Untersuchung wurden 1.347 verwertbare Fälle ausgewertet, die von Vermietern geschildert wurden, die sich selbst als Betroffene betrachteten. Für die wissenschaftliche Auswertung wurden unterschiedliche Fallgruppen gebildet. 426 Fälle entfielen auf die Gruppe, in der die Mietzahlung innerhalb der ersten drei Monate vollständig eingestellt worden war. Darunter waren auch Fälle, in denen von Beginn an überhaupt keine Miete gezahlt wurde.
Die Untersuchung zeigt damit, dass solche Fälle tatsächlich vorkommen. Fest steht deshalb: Mietnomadentum ist ein reales Risiko, seine tatsächliche Verbreitung lässt sich jedoch nicht seriös beziffern. Als alltägliches Massenphänomen ist es durch die vorhandenen Daten nicht belegt. Für einen einzelnen betroffenen Vermieter können die Folgen dennoch erheblich sein – durch ausbleibende Mietzahlungen, rechtliche Auseinandersetzungen und mögliche Schäden an der Immobilie.
Was können Vermieter vor Vertragsabschluss tun?
Ein interessanter Befund der Bielefelder Untersuchung betrifft das Verhalten vor Abschluss des Mietvertrags. Von den betroffenen privaten Vermietern hatte lediglich rund ein Drittel vorab Informationen über den jeweiligen Mietinteressenten eingeholt. Rund zwei Drittel hatten darauf verzichtet. Daraus darf allerdings nicht der einfache Schluss gezogen werden, dass eine vorherige Prüfung Mietnomadentum verhindert hätte. Genau darauf weisen die Wissenschaftler selbst hin. Auch unter den Vermietern, die Erkundigungen eingeholt hatten, gab es problematische Mietverhältnisse. Umgekehrt konnte die Untersuchung aufgrund ihres Studiendesigns ebenfalls nicht feststellen, dass solche Prüfungen wirkungslos wären. Befragt wurden schließlich gerade Vermieter, bei denen bereits ein problematischer Fall eingetreten war.
Einen Vertrauensmakler der Auswahl vorzuschalten, ist kein Sicherheitsversprechen, kann aber helfen, die wirtschaftlichen Voraussetzungen eines möglichen Mietverhältnisses auf einer besseren Informationsgrundlage einzuschätzen.
Mein Fazit
Der Begriff „Mietnomaden“ beschreibt ein reales Problem, wird in der öffentlichen Diskussion jedoch häufig weiter verwendet, als es die wissenschaftliche Definition zulässt. Nicht jeder säumige Mieter handelt bereits bei Abschluss des Mietvertrags in betrügerischer Absicht – und aus einzelnen bekannten Fällen lässt sich keine seriöse Aussage über die Häufigkeit in Deutschland ableiten. Für Vermieter sollte daraus weder grundsätzliches Misstrauen gegenüber Mietinteressenten noch Sorglosigkeit folgen. Eine sorgfältige und rechtlich zulässige Auswahl kann helfen, die wirtschaftlichen Voraussetzungen eines Mietverhältnisses besser einzuschätzen. Absolute Sicherheit kann sie nicht gewährleisten. Genau darin liegt aus meiner Sicht die sachgerechte Konsequenz: Mietnomadentum sollte nicht dramatisiert werden. Gleichzeitig ist es vernünftig, ein Mietverhältnis genauso sorgfältig vorzubereiten wie andere langfristige wirtschaftliche Entscheidungen.

Windräder in der Nachbarschaft – welchen Einfluss haben sie auf Immobilienwerte?
Windenergie gehört im Westmünsterland längst zum Landschaftsbild – und der Ausbau geht weiter. Im geltenden Regionalplan Münsterland sind 269 Windenergiebereiche mit insgesamt rund 13.306 Hektar festgelegt. Damit rückt auch eine Frage stärker in den Blick, die für Hauseigentümer ganz konkret werden kann: Spielt es für den Immobilienwert eine Rolle, wenn Windkraftanlagen in der näheren Umgebung stehen?
Zwei 2026 veröffentlichte deutsche Untersuchungen liefern dazu neue Zahlen. Eine Studie wertete rund sieben Millionen Immobilienangebote aus den Jahren 2009 bis 2021 aus. Bei Immobilien in einer Entfernung von ein bis zwei Kilometern zu Windkraftanlagen waren die Angebotspreise statistisch mit einem um rund 2,1 Prozent niedrigeren Niveau verbunden. Jenseits von zwei Kilometern ließ sich dagegen kein statistisch belastbarer Zusammenhang mehr feststellen. Auch bei mehreren Anlagen stieg der ermittelte Unterschied nicht proportional: Bei mehr als zehn Windkraftanlagen innerhalb von zwei Kilometern lag er bei rund 3,3 Prozent.
Was bedeuten solche Zahlen für ein einzelnes Haus?
Zunächst einmal keine feste Rechenformel. Aus 2,1 Prozent wird bei einer konkreten Immobilie nicht automatisch ein entsprechender Wertabschlag. Die Untersuchung betrachtet eine sehr große Zahl von Angeboten aus vergangenen Marktjahren. Bei einem einzelnen Haus spielen zusätzlich Entfernung und Sichtbarkeit der Anlagen, das unmittelbare Wohnumfeld, Grundstück, Zustand und vor allem die Nachfrage vor Ort eine Rolle. Für manche Käufer haben Windkraftanlagen bei der Kaufentscheidung wenig Bedeutung, andere gewichten Aussicht und Veränderungen der Umgebung stärker.
Eine zweite, ebenfalls 2026 veröffentlichte deutsche Untersuchung betrachtete Hauspreise auf Gemeindeebene und fand ebenfalls statistische Zusammenhänge zwischen Windkraftanlagen und lokalen Immobilienpreisen. Gleichzeitig zeigte sie einen positiven Zusammenhang mit der kommunalen Steuerkraft. Das macht deutlich, warum sich das Thema nicht sinnvoll auf ein einfaches „gut“ oder „schlecht“ reduzieren lässt. Gemeinden und Menschen vor Ort können durch Beteiligungsmodelle und regionale Wertschöpfung profitieren, während sich für einzelne Wohnlagen die Frage stellt, wie Käufer die veränderte Umgebung wahrnehmen.
Genau darin liegt aus immobilienwirtschaftlicher Sicht der interessante Punkt: Ein Haus endet wertmäßig nicht an der eigenen Grundstücksgrenze. Auch das Umfeld gehört zur Mikrolage. Neue Straßen, Gewerbe, Infrastruktur, Landschaftsveränderungen oder Windkraftanlagen können die Wahrnehmung einer Lage verändern. Wie stark sich das tatsächlich im Kaufpreis zeigt, ist jedoch immer eine Frage des konkreten Marktes.
Mein Fazit
Die neuen Untersuchungen liefern Hinweise darauf, dass die Nähe zu Windkraftanlagen lokal mit Unterschieden bei Immobilienpreisen verbunden sein kann. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse klare Grenzen: Einen pauschalen Wertabschlag für Häuser in der Nähe von Windkraftanlagen lassen sie nicht zu.
Für Eigentümer im Westmünsterland ist das Thema aufgrund des weiteren Ausbaus dennoch relevant. Windkraftanlagen können ein Merkmal der Mikrolage einer Immobilie sein. Ob daraus bei einem bestimmten Haus tatsächlich ein messbarer Preisunterschied entsteht und wie groß dieser möglicherweise ist, kann nur der konkrete Immobilienmarkt vor Ort zeigen.

Eigenheim oder ETF: Was zählt auf lange Sicht wirklich?
Eine Anfang August veröffentlichte YouGov-Umfrage im Auftrag der Postbank zeigt: Knapp jeder vierte Erwerbstätige in Deutschland setzt bei der Altersvorsorge auf Wohneigentum. Gleichzeitig gehören ETF-Sparpläne längst zum normalen Vermögensaufbau. Damit stellt sich eine Frage, die erstaunlich oft zu einfach beantwortet wird: Was ist langfristig die bessere Entscheidung?
Der häufigste Fehler liegt schon im Vergleich selbst. Ein ETF ist eine Kapitalanlage. Ein selbstgenutztes Eigenheim ist Kapitalbindung, Vermögenswert und Wohnraum zugleich. Deshalb reicht es nicht, die historische Börsenrendite mit der Wertentwicklung von Immobilien zu vergleichen.
Wer ein Haus kauft, trägt Kaufnebenkosten, Zinsen, Instandhaltung und konzentriert einen erheblichen Teil seines Vermögens auf eine einzelne Immobilie. Dafür baut er mit jeder Tilgung Eigenkapital auf und reduziert langfristig seine Abhängigkeit von Mietzahlungen. Hinzu kommt ein Effekt, den ein klassischer ETF-Sparplan normalerweise nicht nutzt: Immobilien werden häufig zu einem erheblichen Teil fremdfinanziert. Das kann den Vermögensaufbau beschleunigen – erhöht aber ebenso das Risiko, wenn Kaufpreis, Finanzierung oder Wertentwicklung nicht stimmen.
Der ETF hat andere Stärken. Er ist breit diversifiziert, liquide und lässt sich schon mit kleinen Beträgen besparen. Wer zur Miete wohnt und die gegenüber einem Immobilienkauf tatsächlich verbleibende Differenz jahrzehntelang konsequent investiert, kann damit erhebliches Vermögen aufbauen.
Genau dieses „tatsächlich“ ist entscheidend. Ein fairer Vergleich lautet deshalb nicht: Immobilienrendite gegen Aktienrendite. Verglichen werden müssten zwei vollständige Lebensmodelle – Eigentümer mit Kaufpreis, Finanzierung, Tilgung, Instandhaltung und späterem Immobilienwert gegen Mieter mit Miete, Kapitalanlage und dem Vermögen, das aus der konsequent investierten Differenz entsteht.
Mein Fazit
Ein ETF kann die bessere Kapitalanlage sein, ohne dass Mieten deshalb automatisch die bessere Vermögensstrategie ist. Und ein Eigenheim kann eine sehr gute wirtschaftliche Entscheidung sein, ohne an der Börse die höchste Rendite erzielen zu müssen.
Am Ende entscheidet nicht allein die Rendite eines Produkts. Entscheidend ist, welches Vermögen nach Jahrzehnten tatsächlich aufgebaut wurde – und welche Wohnkosten auf diesem Weg getragen werden mussten.

Solarstrom teilen statt nur einspeisen?
Wer eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hat, kennt das Prinzip: Strom selbst verbrauchen, Überschüsse ins Netz einspeisen und dafür eine Vergütung erhalten. Seit August bekommen Betreiber neuer kleiner Dachanlagen bei Überschusseinspeisung aktuell 7,70 Cent je Kilowattstunde. Gleichzeitig kostet Strom aus dem Netz private Haushalte deutlich mehr. Da stellt sich eine interessante Frage: Warum den eigenen Solarstrom nicht mit anderen teilen?
Genau dafür gibt es seit dem 1. Juni 2026 in Deutschland einen gesetzlichen Rahmen: das sogenannte Energy Sharing. Vereinfacht gesagt können Betreiber einer Photovoltaikanlage ihren erzeugten Strom mit anderen Verbrauchern teilen – beispielsweise mit einem Nachbarn, Familienmitglied oder einem anderen Haushalt. Der Strom muss dabei nicht über eine direkte Leitung zwischen den Häusern fließen, sondern wird über das öffentliche Stromnetz verteilt. Das wird besonders dann interessant, wenn die eigene Anlage mehr Strom produziert, als im eigenen Haus gerade benötigt wird.
Ganz so einfach wie „Strom an den Nachbarn verkaufen“ ist es allerdings nicht. Für Energy Sharing sind unter anderem entsprechende Verträge und eine geeignete Messung erforderlich, der Verbrauch muss viertelstündlich erfasst werden und für die Nutzung des öffentlichen Netzes fallen weiterhin Kosten an. Außerdem benötigt der Empfänger weiterhin einen normalen Stromlieferanten für die Zeiten, in denen die Photovoltaikanlage nicht genug Strom produziert.
Trotzdem ist das Prinzip bemerkenswert. Bisher lautete die Entscheidung für viele Betreiber im Wesentlichen: selbst verbrauchen oder einspeisen. Jetzt kommt eine dritte Möglichkeit hinzu: teilen. Ob sich Energy Sharing im Einzelfall wirtschaftlich lohnt, hängt von den jeweiligen Bedingungen ab und lässt sich nicht pauschal beantworten.
Mein Fazit
Solarstrom vom eigenen Dach muss künftig nicht mehr ausschließlich im eigenen Haus verbraucht oder ins Netz eingespeist werden. Mit Energy Sharing entsteht eine neue Möglichkeit, überschüssigen Strom gezielter zu nutzen. Vielleicht wird die interessanteste Frage bei Photovoltaik deshalb künftig nicht mehr nur sein, wie hoch die Einspeisevergütung ist – sondern wer den eigenen Strom eigentlich nutzen soll.

0,53 Prozent für den Altbau: Werden unsanierte Häuser plötzlich wieder interessanter?
Seit Anfang August gelten deutlich verbesserte Konditionen für das KfW-Programm „Jung kauft Alt“. Familien mit Kindern, die erstmals Wohneigentum erwerben und die Fördervoraussetzungen erfüllen, können für den Kauf bestimmter Bestandsimmobilien Förderkredite von bis zu 180.000 Euro erhalten. Zum Start der neuen Konditionen lag der effektive Jahreszins bei einer Laufzeit von 35 Jahren und zehn Jahren Zinsbindung bei 0,53 Prozent. Bemerkenswert ist vor allem, welche Immobilien dafür infrage kommen: Gefördert werden Gebäude der Energieeffizienzklassen F, G oder H – also gerade Häuser, deren energetischer Zustand beim Verkauf bislang häufig als Nachteil wahrgenommen wurde.
Das macht ein unsaniertes Haus natürlich nicht automatisch wertvoller. Der Modernisierungsbedarf bleibt bestehen, und die anschließende energetische Sanierung muss separat finanziert werden. Dafür bleiben grundsätzlich 54 Monate Zeit. Trotzdem verändert die neue Förderung die Rechnung: Für eine förderberechtigte Familie kann ein älteres Einfamilienhaus finanziell wieder interessant werden, das zuvor wegen Kaufpreis, Sanierungsbedarf und marktüblicher Finanzierung aus dem Budget gefallen wäre.
Für Eigentümer solcher Häuser ist das durchaus relevant. Eine schlechte Energieklasse bleibt ein objektiver Nachteil, sie kann für einen bestimmten Käuferkreis nun aber gleichzeitig den Zugang zu einer außergewöhnlich günstigen Teilfinanzierung eröffnen. Entscheidend bleibt deshalb die Gesamtrechnung aus Kaufpreis, Finanzierung und notwendiger Sanierung – und natürlich die Frage, ob der Käufer die Fördervoraussetzungen erfüllt.
„Jung kauft Alt“ macht aus einem sanierungsbedürftigen Haus kein Schnäppchen. Aber die neuen Konditionen könnten dazu führen, dass ältere Häuser wieder von Familien geprüft werden, die sie bislang finanziell ausgeschlossen hatten. Manchmal verändert nicht die Immobilie ihren Wert – sondern die Finanzierung verändert, wer sie sich leisten kann.

Ein wichtiger Meilenstein für KEER IMMOBILIEN
Am 22. Juli 2026 wurde die Wort-/Bildmarke KEER IMMOBILIEN beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen.
Für mich ist das ein besonderer unternehmerischer Meilenstein.
Seit der Gründung im Februar 2026 baue ich KEER IMMOBILIEN mit einer klaren Vorstellung auf: Das Unternehmen soll langfristig für Verlässlichkeit, persönliche Verantwortung und einen strukturiert geführten Immobilienverkauf stehen.
Mit der Eintragung ist unsere Wort-/Bildmarke nun offiziell registriert und geschützt. Damit erhält auch die visuelle Identität von KEER IMMOBILIEN eine verlässliche Grundlage für die weitere Entwicklung des Unternehmens.
Eine Marke schafft Wiedererkennbarkeit. Sie verbindet einen Namen mit einer Haltung, einer Arbeitsweise und einem klaren Anspruch.
Genau dafür soll KEER IMMOBILIEN stehen: für Klarheit, Verbindlichkeit und persönlichen Einsatz bei jedem Mandat.
Die Markenurkunde dokumentiert damit nicht nur die Eintragung eines Zeichens. Sie steht für einen weiteren wichtigen Schritt beim langfristigen Aufbau unseres Unternehmens.
Ich freue mich über diesen Meilenstein und darauf, die Marke KEER IMMOBILIEN in den kommenden Jahren konsequent weiterzuentwickeln.

Auf dem Papier wird wieder mehr gebaut. Aber ist das schon die Trendwende?
Die Nachricht klingt zunächst positiv.
Im Mai wurden in Deutschland deutlich mehr Wohnungen genehmigt als noch ein Jahr zuvor. Auf den ersten Blick könnte man daraus schließen, dass sich der Wohnungsbau erholt und sich der Immobilienmarkt wieder entspannt.
Doch genau hier lohnt sich ein zweiter Blick.
Denn zwischen einer Baugenehmigung und einem bezugsfertigen Haus liegen häufig mehrere Jahre – und vor allem eine entscheidende Frage:
Kann das geplante Bauvorhaben unter den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen überhaupt umgesetzt werden?
Eine Baugenehmigung baut noch kein Haus
Eine Baugenehmigung ist zunächst einmal die behördliche Erlaubnis zu bauen. Sie ist aber noch kein Spatenstich. Zwischen Planung und Fertigstellung liegen Finanzierung, Baukosten, Materialpreise, Handwerkerkapazitäten und die wirtschaftliche Entscheidung des Bauherrn.
Gerade in den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Projekte genehmigt, später jedoch verschoben oder ganz aufgegeben. Deshalb sollten steigende Genehmigungszahlen nicht automatisch mit einer steigenden Zahl neuer Wohnhäuser gleichgesetzt werden.
Die Finanzierung bleibt der entscheidende Faktor
Hinzu kommt eine zweite Entwicklung. Die Europäische Zentralbank hat ihre Leitzinsen zuletzt zwar unverändert gelassen. Für viele Bauherren bedeutet das jedoch noch keine spürbare Entlastung. Denn für den Immobilienkauf entscheidet nicht allein der Leitzins. Entscheidend ist die tatsächliche Finanzierung. Banken prüfen heute genauer als noch vor wenigen Jahren. Eigenkapital, Einkommen und die langfristige Tragfähigkeit einer Finanzierung spielen wieder eine deutlich größere Rolle. Die monatliche Belastung entscheidet heute häufiger über einen Kauf als der reine Kaufpreis.
Was bedeutet das für Bestandsimmobilien?
Viele Eigentümer fragen sich nun, ob steigende Genehmigungszahlen den Wert bestehender Immobilien wieder unter Druck setzen könnten. Aus meiner Sicht ist diese Sorge derzeit unbegründet. Denn zusätzliche Baugenehmigungen schaffen noch keinen neuen Wohnraum. Erst wenn Häuser tatsächlich gebaut und bezogen werden, verändert sich das Angebot am Markt. Bis dahin bleiben gut gepflegte Bestandsimmobilien für viele Käufer weiterhin eine interessante Alternative. Gerade dann, wenn sie wirtschaftlich eine überzeugende Gesamtrechnung bieten.
Der Markt bleibt regional
Hinzu kommt ein weiterer Punkt. Der Immobilienmarkt entwickelt sich nicht überall gleich. Bundesweite Zahlen geben zwar eine wichtige Orientierung. Sie sagen jedoch wenig darüber aus, wie sich Angebot und Nachfrage in einer konkreten Stadt oder Region entwickeln. Für Eigentümer zählt letztlich nicht die Zahl der genehmigten Wohnungen in Deutschland. Entscheidend ist, wie viele vergleichbare Immobilien tatsächlich vor Ort angeboten werden und wie viele Käufer dort aktiv sind. Deshalb halte ich pauschale Aussagen über den Immobilienmarkt weiterhin für problematisch.
Mein Fazit
Mehr Baugenehmigungen sind grundsätzlich ein positives Signal. Sie zeigen, dass wieder mehr Projekte geplant werden. Ob daraus tatsächlich mehr Wohnraum entsteht, entscheidet sich jedoch erst in den kommenden Jahren. Für Eigentümer bestehender Immobilien bedeutet das: Der Markt wird sich nicht von heute auf morgen verändern. Solange Finanzierung, Baukosten und wirtschaftliche Unsicherheit viele Neubauprojekte bremsen, bleiben gut erhaltene Bestandsimmobilien ein wichtiger Teil des Marktes. Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis dieser Woche:
Nicht die Zahl der genehmigten Häuser entscheidet über den Immobilienmarkt. Sondern die Zahl der Häuser, die am Ende tatsächlich gebaut werden.

Bauen wird deutlich teurer. Aber macht das bestehende Häuser automatisch wertvoller?
Die Baukosten in Deutschland ziehen wieder deutlich an. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes lagen die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude im Mai 2026 rund 5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Allein gegenüber Februar stiegen sie innerhalb von drei Monaten nochmals um 2,4 Prozent.
Für Eigentümer bestehender Immobilien klingt das zunächst nach einer guten Nachricht. Denn wenn ein vergleichbares Haus heute immer teurer neu gebaut werden muss, müsste doch auch der Wert eines bestehenden Hauses steigen.
Diese Rechnung ist nachvollziehbar. Aber sie greift zu kurz.
Baukosten und Immobilienwerte sind nicht dasselbe
Ein hoher Neubaupreis kann Bestandsimmobilien attraktiver machen. Wer heute ein Haus sucht, vergleicht schließlich Alternativen: Neubau, Kauf einer bestehenden Immobilie oder möglicherweise gar keinen Kauf. Wird der Neubau teurer, verbessert sich grundsätzlich die Wettbewerbsposition des Bestands.
Interessant ist jedoch, dass die Preise bestehender Wohnimmobilien zuletzt deutlich langsamer gestiegen sind als die Baukosten. Das zeigt: Es gibt keinen Automatismus zwischen steigenden Herstellungskosten und steigenden Marktwerten. Denn der Wert einer Immobilie entsteht nicht auf der Baustelle. Er entsteht am Markt.
Käufer vergleichen heute keine Quadratmeterpreise mehr allein
Aus meiner Sicht hat sich die Kalkulation vieler Käufer grundlegend verändert. Ein Kaufpreis von 400.000 Euro bedeutet wirtschaftlich nicht zwangsläufig eine Investition von 400.000 Euro. Entscheidend ist zunehmend die Gesamtrechnung aus Kaufpreis, Finanzierungskosten, energetischer Qualität und den Investitionen, die in den kommenden Jahren wahrscheinlich werden.
Gerade bei älteren Ein- und Zweifamilienhäusern kann diese Rechnung den vermeintlichen Preisvorteil gegenüber einem Neubau schnell relativieren. Ein gepflegtes, technisch solides Bestandsgebäude kann dagegen erheblich profitieren.
Hohe Baukosten treffen auf anspruchsvolle Finanzierung
Hinzu kommt die Finanzierung. Bauzinsen bewegen sich weiterhin deutlich über den extrem niedrigen Zinsen vergangener Jahre. Ein Neubau, der aufgrund steigender Baukosten 50.000 oder 100.000 Euro teurer wird, muss ebenfalls finanziert werden. Das kann Bestandsimmobilien attraktiver machen – aber nur dann, wenn nach dem Kauf nicht unmittelbar hohe Modernisierungskosten hinzukommen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: „Was kostet ein Neubau?“ Sondern: „Was kostet mich jede Alternative insgesamt?“
Mein Fazit
Steigende Baukosten sind für Eigentümer bestehender Immobilien grundsätzlich ein unterstützender Faktor. Aber der Markt rechnet heute genauer. Kaufpreis, Finanzierung, Energieverbrauch und zukünftige Investitionen werden zunehmend gemeinsam betrachtet.
Vielleicht ist das die eigentliche Veränderung: Der Markt fragt weniger danach, was eine Immobilie einmal gekostet hat oder was ein Neubau theoretisch kosten würde. Er fragt zunehmend: Was kostet mich dieses Haus wirklich?
Und genau diese Antwort entscheidet am Ende über seinen Wert.

Mehr Freiheit beim Heizungstausch – oder nur mehr Verantwortung
Die Diskussion um das Heizen in Deutschland geht in eine neue Phase.
Die Bundesregierung möchte das bisherige Heizungsgesetz verändern. Die viel diskutierten Vorgaben beim Heizungstausch sollen angepasst werden. Eigentümer sollen künftig wieder mehr Möglichkeiten bei der Wahl ihrer Heiztechnik erhalten.
Auf den ersten Blick klingt das nach einer deutlichen Vereinfachung.
Doch ist mehr Auswahl automatisch auch mehr Sicherheit?
Aus meiner Sicht wird die Entscheidung nicht unbedingt leichter. Sie wird individueller – und damit steigt auch die Verantwortung jedes einzelnen Eigentümers.
Denn eine Heizung wird nicht für wenige Jahre eingebaut. Sie begleitet ein Gebäude häufig 15, 20 oder sogar 25 Jahre. Wer heute entscheidet, sollte deshalb nicht nur fragen:
„Was darf ich aktuell einbauen?“
Sondern:
„Welche Entscheidung ist langfristig wirtschaftlich sinnvoll?“
Mehr Möglichkeiten – aber weiterhin offene Fragen
Die Diskussion vermittelt teilweise den Eindruck, mit mehr Technologieoffenheit sei die Unsicherheit beendet. Ganz so einfach ist es nicht. Auch wenn Eigentümer künftig wieder mehr Wahlmöglichkeiten erhalten, bleiben langfristige Fragen bestehen:
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Wie entwickeln sich Energiepreise?
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Welche Rolle spielen zukünftige CO₂-Kosten?
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Welche Brennstoffe stehen langfristig zu welchen Preisen zur Verfügung?
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Und wie bewerten Käufer eine Immobilie in zehn oder fünfzehn Jahren?
Eine heute günstige Entscheidung kann sich langfristig anders entwickeln. Gerade deshalb sollte nicht allein der Anschaffungspreis entscheidend sein.
Auch die Wärmepumpe ist keine pauschale Antwort
Genauso wenig gibt es die eine perfekte Lösung für jedes Gebäude. Eine Wärmepumpe kann eine sehr gute Entscheidung sein, wenn Gebäude und Technik zusammenpassen. Bei anderen Immobilien können vorher weitere Maßnahmen sinnvoll oder notwendig sein. Alter des Hauses, Dämmung, Heizkörper, Energieverbrauch und persönliche Zukunftspläne spielen eine entscheidende Rolle. Die beste Heizung ist nicht automatisch die modernste. Die beste Lösung ist die, die zum Gebäude passt.
Was bedeutet das für den Immobilienwert?
Gerade hier verändert sich der Markt spürbar. Käufer schauen heute genauer hin. Neben Lage, Wohnfläche und Grundstück werden immer häufiger Fragen gestellt:
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Welche Heizung ist vorhanden?
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Welche Investitionen kommen in den nächsten Jahren?
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Wie hoch werden die laufenden Kosten sein?
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Ist das Haus langfristig wirtschaftlich nutzbar?
Eine ältere Heizung macht eine Immobilie nicht automatisch schlecht. Und eine neue Technik erhöht nicht automatisch den Wert um die Investitionssumme. Entscheidend ist das Gesamtbild. Unsicherheit wird am Immobilienmarkt häufig eingepreist.
Warum jede Immobilie individuell betrachtet werden muss
Immobilien unterscheiden sich nicht nur nach ihrer Lage, sondern vor allem nach Baujahr, Zustand, technischer Ausstattung und der bisherigen Nutzung. Ein Haus aus den 1960er-Jahren stellt andere Anforderungen als ein modernisiertes Gebäude aus den 1990er-Jahren oder ein aktueller Neubau.
Das gilt für Eigentümer im Westmünsterland und am Niederrhein genauso wie in anderen Regionen Deutschlands. Hinzu kommt: Auch die persönlichen Ziele unterscheiden sich. Wer eine Immobilie noch 20 Jahre selbst nutzen möchte, trifft eine andere Entscheidung als jemand, der einen Verkauf in den kommenden Jahren plant. Genau deshalb halte ich pauschale Empfehlungen beim Thema Heizung für schwierig.
Mein Fazit
Mehr Freiheit beim Heizungstausch kann sinnvoll sein. Aber mehr Freiheit bedeutet nicht automatisch eine einfachere Entscheidung. Am Ende geht es nicht um die Frage:
„Welche Technik gewinnt?“
Sondern:
„Welche Lösung passt langfristig zu meiner Immobilie und meiner Situation?“
Denn eine Immobilie ist keine politische Diskussion. Sie ist eine langfristige wirtschaftliche Entscheidung.

Hohe Bauzinsen bedeuten nicht automatisch weniger Käufer.
Die Finanzierung einer Immobilie ist anspruchsvoller geworden. Trotzdem erlebe ich, dass viele Kaufinteressenten ihre Suche nicht aufgeben.
Sie vergleichen genauer, rechnen sorgfältiger und treffen ihre Entscheidung bewusster als noch vor einigen Jahren.
Für Eigentümer bedeutet das aus meiner Sicht vor allem eines:
Nicht jeder Besichtigungstermin führt heute automatisch zu einem Kaufangebot. Umso wichtiger ist es, eine Immobilie von Anfang an richtig zu positionieren – mit einer realistischen Preisstrategie, einer professionellen Vermarktung und einer klar definierten Zielgruppe.
Hohe Bauzinsen bremsen den Markt. Sie bringen ihn aber nicht zum Stillstand.
Wer heute erfolgreich verkaufen möchte, braucht weniger Glück als vielmehr eine durchdachte Strategie.

Ich meine, wir stehen vor einem neuen Immobilienmarkt.
Vor einigen Jahren genügte es oft, eine Immobilie online zu stellen. Die Nachfrage war hoch und viele Käufer hatten Angst, leer auszugehen.
Heute beobachte ich etwas anderes.
Käufer vergleichen genauer. Sie stellen mehr Fragen. Energieeffizienz, Modernisierung und Finanzierung spielen eine deutlich größere Rolle als noch vor wenigen Jahren. Gleichzeitig bleibt das Angebot in vielen Regionen knapp.
Ich bin überzeugt, dass die Zeit der schnellen Standardvermarktung vorbei ist.
Wer heute erfolgreich verkaufen möchte, braucht eine durchdachte Strategie – keine Hoffnung auf den Zufall.

Was Immobilienstatistiken nicht verraten
Gestern wurden wieder neue Zahlen zur Entwicklung der Immobilienpreise veröffentlicht. Bundesweit steigen die Preise zwar noch, allerdings deutlich langsamer als noch vor einigen Monaten. Gleichzeitig entwickeln sich ländliche Regionen, Metropolen und einzelne Landkreise immer unterschiedlicher.
Genau deshalb halte ich wenig von pauschalen Aussagen wie „Die Immobilienpreise steigen wieder.“
Für Eigentümer im Westmünsterland oder am Niederrhein zählt nicht, was bundesweit passiert. Entscheidend ist, was Käufer heute im Westmünsterland oder am Niederrhein tatsächlich bereit sind zu bezahlen.
Mein Rat: Wer seine Verkaufsentscheidung auf Schlagzeilen stützt, sieht oft nur die halbe Wahrheit. Der Immobilienmarkt ist regionaler geworden als je zuvor.

Warum ich KEER IMMOBILIEN gegründet habe
Es gibt viele gute Immobilienmakler. Trotzdem hatte ich oft das Gefühl, dass Eigentümer sich mehr Verbindlichkeit, mehr Transparenz und einen festen Ansprechpartner wünschen.
Genau deshalb habe ich im Februar 2026 die KEER IMMOBILIEN GmbH gegründet. Nicht, um einfach ein weiteres Maklerbüro zu eröffnen, sondern um Immobilienverkäufe so zu übernehmen, wie ich es selbst erwarten würde: strukturiert, ehrlich und mit dem Anspruch, jede Entscheidung nachvollziehbar zu machen.