KEER KLARTEXT

Ein persönlicher Blick auf aktuelle Entwicklungen, Wirtschaft, Gesellschaft und den Immobilienmarkt

Hier teile ich regelmäßig meine Einschätzungen zu aktuellen Entwicklungen rund um den Immobilienmarkt sowie zu Themen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, die Eigentümer, Käufer und Investoren im Westmünsterland, am Niederrhein und darüber hinaus bewegen.

KEER KLARTEXT ist kein Nachrichtenportal. Hier finden Sie meine persönliche Einordnung aktueller Entwicklungen, Beobachtungen aus dem Unternehmeralltag sowie ausgewählte Fotos und Videobeiträge, die Einblicke in unsere Arbeit und den Immobilienmarkt geben.

Die Beiträge spiegeln meine persönliche Einschätzung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wider. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzen keine rechtliche, steuerliche oder finanzielle Beratung.

Jürgen Keer
Jürgen Keer
Immobilienmakler & Geschäftsführer  
KEER IMMOBILIEN GmbH
KEER KLARTEXT #001 | ca. 1 Min. Lesezeit

Warum ich KEER IMMOBILIEN gegründet habe

 

Es gibt viele gute Immobilienmakler. Trotzdem hatte ich oft das Gefühl, dass Eigentümer sich mehr Verbindlichkeit, mehr Transparenz und einen festen Ansprechpartner wünschen.

Genau deshalb habe ich im Februar 2026 die KEER IMMOBILIEN GmbH gegründet. Nicht, um einfach ein weiteres Maklerbüro zu eröffnen, sondern um Immobilienverkäufe so zu übernehmen, wie ich es selbst erwarten würde: strukturiert, ehrlich und mit dem Anspruch, jede Entscheidung nachvollziehbar zu machen.

— Jürgen Keer

KEER KLARTEXT #002 | ca. 2 Min. Lesezeit

Was Immobilienstatistiken nicht verraten

 

Gestern wurden wieder neue Zahlen zur Entwicklung der Immobilienpreise veröffentlicht. Bundesweit steigen die Preise zwar noch, allerdings deutlich langsamer als noch vor einigen Monaten. Gleichzeitig entwickeln sich ländliche Regionen, Metropolen und einzelne Landkreise immer unterschiedlicher.

Genau deshalb halte ich wenig von pauschalen Aussagen wie „Die Immobilienpreise steigen wieder.“

Für Eigentümer im Westmünsterland oder am Niederrhein zählt nicht, was bundesweit passiert. Entscheidend ist, was Käufer heute im Westmünsterland oder am Niederrhein tatsächlich bereit sind zu bezahlen.

Mein Rat: Wer seine Verkaufsentscheidung auf Schlagzeilen stützt, sieht oft nur die halbe Wahrheit. Der Immobilienmarkt ist regionaler geworden als je zuvor.

— Jürgen Keer

KEER KLARTEXT #003 | ca. 1 Min. Lesezeit

Ich meine, wir stehen vor einem neuen Immobilienmarkt.

 

Vor einigen Jahren genügte es oft, eine Immobilie online zu stellen. Die Nachfrage war hoch und viele Käufer hatten Angst, leer auszugehen.

Heute beobachte ich etwas anderes.

Käufer vergleichen genauer. Sie stellen mehr Fragen. Energieeffizienz, Modernisierung und Finanzierung spielen eine deutlich größere Rolle als noch vor wenigen Jahren. Gleichzeitig bleibt das Angebot in vielen Regionen knapp.

Ich bin überzeugt, dass die Zeit der schnellen Standardvermarktung vorbei ist.

Wer heute erfolgreich verkaufen möchte, braucht eine durchdachte Strategie – keine Hoffnung auf den Zufall.

— Jürgen Keer

KEER KLARTEXT #004
KEER KLARTEXT #004 | ca. 2 Min. Lesezeit

Hohe Bauzinsen bedeuten nicht automatisch weniger Käufer.

 

Die Finanzierung einer Immobilie ist anspruchsvoller geworden. Trotzdem erlebe ich, dass viele Kaufinteressenten ihre Suche nicht aufgeben.

Sie vergleichen genauer, rechnen sorgfältiger und treffen ihre Entscheidung bewusster als noch vor einigen Jahren.

Für Eigentümer bedeutet das aus meiner Sicht vor allem eines:

Nicht jeder Besichtigungstermin führt heute automatisch zu einem Kaufangebot. Umso wichtiger ist es, eine Immobilie von Anfang an richtig zu positionieren – mit einer realistischen Preisstrategie, einer professionellen Vermarktung und einer klar definierten Zielgruppe.

Hohe Bauzinsen bremsen den Markt. Sie bringen ihn aber nicht zum Stillstand.

Wer heute erfolgreich verkaufen möchte, braucht weniger Glück als vielmehr eine durchdachte Strategie.

— Jürgen Keer

KEER KLARTEXT #005
KEER KLARTEXT #005 | ca. 4 Min. Lesezeit

Mehr Freiheit beim Heizungstausch – oder nur mehr Verantwortung

 

Die Diskussion um das Heizen in Deutschland geht in eine neue Phase.

Die Bundesregierung möchte das bisherige Heizungsgesetz verändern. Die viel diskutierten Vorgaben beim Heizungstausch sollen angepasst werden. Eigentümer sollen künftig wieder mehr Möglichkeiten bei der Wahl ihrer Heiztechnik erhalten.

Auf den ersten Blick klingt das nach einer deutlichen Vereinfachung.

Doch ist mehr Auswahl automatisch auch mehr Sicherheit?

Aus meiner Sicht wird die Entscheidung nicht unbedingt leichter. Sie wird individueller – und damit steigt auch die Verantwortung jedes einzelnen Eigentümers.

Denn eine Heizung wird nicht für wenige Jahre eingebaut. Sie begleitet ein Gebäude häufig 15, 20 oder sogar 25 Jahre. Wer heute entscheidet, sollte deshalb nicht nur fragen:

„Was darf ich aktuell einbauen?“
Sondern:
„Welche Entscheidung ist langfristig wirtschaftlich sinnvoll?“

Mehr Möglichkeiten – aber weiterhin offene Fragen

Die Diskussion vermittelt teilweise den Eindruck, mit mehr Technologieoffenheit sei die Unsicherheit beendet. Ganz so einfach ist es nicht. Auch wenn Eigentümer künftig wieder mehr Wahlmöglichkeiten erhalten, bleiben langfristige Fragen bestehen:

  • Wie entwickeln sich Energiepreise?

  • Welche Rolle spielen zukünftige CO₂-Kosten?

  • Welche Brennstoffe stehen langfristig zu welchen Preisen zur Verfügung?

  • Und wie bewerten Käufer eine Immobilie in zehn oder fünfzehn Jahren?

Eine heute günstige Entscheidung kann sich langfristig anders entwickeln. Gerade deshalb sollte nicht allein der Anschaffungspreis entscheidend sein.

Auch die Wärmepumpe ist keine pauschale Antwort

Genauso wenig gibt es die eine perfekte Lösung für jedes Gebäude. Eine Wärmepumpe kann eine sehr gute Entscheidung sein, wenn Gebäude und Technik zusammenpassen. Bei anderen Immobilien können vorher weitere Maßnahmen sinnvoll oder notwendig sein. Alter des Hauses, Dämmung, Heizkörper, Energieverbrauch und persönliche Zukunftspläne spielen eine entscheidende Rolle. Die beste Heizung ist nicht automatisch die modernste. Die beste Lösung ist die, die zum Gebäude passt.

Was bedeutet das für den Immobilienwert?

Gerade hier verändert sich der Markt spürbar. Käufer schauen heute genauer hin. Neben Lage, Wohnfläche und Grundstück werden immer häufiger Fragen gestellt:

  • Welche Heizung ist vorhanden?

  • Welche Investitionen kommen in den nächsten Jahren?

  • Wie hoch werden die laufenden Kosten sein?

  • Ist das Haus langfristig wirtschaftlich nutzbar?

Eine ältere Heizung macht eine Immobilie nicht automatisch schlecht. Und eine neue Technik erhöht nicht automatisch den Wert um die Investitionssumme. Entscheidend ist das Gesamtbild. Unsicherheit wird am Immobilienmarkt häufig eingepreist.

Warum jede Immobilie individuell betrachtet werden muss

Immobilien unterscheiden sich nicht nur nach ihrer Lage, sondern vor allem nach Baujahr, Zustand, technischer Ausstattung und der bisherigen Nutzung. Ein Haus aus den 1960er-Jahren stellt andere Anforderungen als ein modernisiertes Gebäude aus den 1990er-Jahren oder ein aktueller Neubau.

Das gilt für Eigentümer im Westmünsterland und am Niederrhein genauso wie in anderen Regionen Deutschlands. Hinzu kommt: Auch die persönlichen Ziele unterscheiden sich. Wer eine Immobilie noch 20 Jahre selbst nutzen möchte, trifft eine andere Entscheidung als jemand, der einen Verkauf in den kommenden Jahren plant. Genau deshalb halte ich pauschale Empfehlungen beim Thema Heizung für schwierig.

Mein Fazit

Mehr Freiheit beim Heizungstausch kann sinnvoll sein. Aber mehr Freiheit bedeutet nicht automatisch eine einfachere Entscheidung. Am Ende geht es nicht um die Frage:

„Welche Technik gewinnt?“
Sondern:
„Welche Lösung passt langfristig zu meiner Immobilie und meiner Situation?“

Denn eine Immobilie ist keine politische Diskussion. Sie ist eine langfristige wirtschaftliche Entscheidung.

— Jürgen Keer

KEER KLARTEXT #006
KEER KLARTEXT #006 | ca. 4 Min. Lesezeit

Bauen wird deutlich teurer. Aber macht das bestehende Häuser automatisch wertvoller?

 

Die Baukosten in Deutschland ziehen wieder deutlich an. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes lagen die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude im Mai 2026 rund 5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Allein gegenüber Februar stiegen sie innerhalb von drei Monaten nochmals um 2,4 Prozent.

Für Eigentümer bestehender Immobilien klingt das zunächst nach einer guten Nachricht. Denn wenn ein vergleichbares Haus heute immer teurer neu gebaut werden muss, müsste doch auch der Wert eines bestehenden Hauses steigen.

Diese Rechnung ist nachvollziehbar. Aber sie greift zu kurz.

Baukosten und Immobilienwerte sind nicht dasselbe

Ein hoher Neubaupreis kann Bestandsimmobilien attraktiver machen. Wer heute ein Haus sucht, vergleicht schließlich Alternativen: Neubau, Kauf einer bestehenden Immobilie oder möglicherweise gar keinen Kauf. Wird der Neubau teurer, verbessert sich grundsätzlich die Wettbewerbsposition des Bestands.

Interessant ist jedoch, dass die Preise bestehender Wohnimmobilien zuletzt deutlich langsamer gestiegen sind als die Baukosten. Das zeigt: Es gibt keinen Automatismus zwischen steigenden Herstellungskosten und steigenden Marktwerten. Denn der Wert einer Immobilie entsteht nicht auf der Baustelle. Er entsteht am Markt.

Käufer vergleichen heute keine Quadratmeterpreise mehr allein

Aus meiner Sicht hat sich die Kalkulation vieler Käufer grundlegend verändert. Ein Kaufpreis von 400.000 Euro bedeutet wirtschaftlich nicht zwangsläufig eine Investition von 400.000 Euro. Entscheidend ist zunehmend die Gesamtrechnung aus Kaufpreis, Finanzierungskosten, energetischer Qualität und den Investitionen, die in den kommenden Jahren wahrscheinlich werden.

Gerade bei älteren Ein- und Zweifamilienhäusern kann diese Rechnung den vermeintlichen Preisvorteil gegenüber einem Neubau schnell relativieren. Ein gepflegtes, technisch solides Bestandsgebäude kann dagegen erheblich profitieren.

Hohe Baukosten treffen auf anspruchsvolle Finanzierung

Hinzu kommt die Finanzierung. Bauzinsen bewegen sich weiterhin deutlich über den extrem niedrigen Zinsen vergangener Jahre. Ein Neubau, der aufgrund steigender Baukosten 50.000 oder 100.000 Euro teurer wird, muss ebenfalls finanziert werden. Das kann Bestandsimmobilien attraktiver machen – aber nur dann, wenn nach dem Kauf nicht unmittelbar hohe Modernisierungskosten hinzukommen.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: „Was kostet ein Neubau?“ Sondern: „Was kostet mich jede Alternative insgesamt?“

Mein Fazit

Steigende Baukosten sind für Eigentümer bestehender Immobilien grundsätzlich ein unterstützender Faktor. Aber der Markt rechnet heute genauer. Kaufpreis, Finanzierung, Energieverbrauch und zukünftige Investitionen werden zunehmend gemeinsam betrachtet.

Vielleicht ist das die eigentliche Veränderung: Der Markt fragt weniger danach, was eine Immobilie einmal gekostet hat oder was ein Neubau theoretisch kosten würde. Er fragt zunehmend: Was kostet mich dieses Haus wirklich?

Und genau diese Antwort entscheidet am Ende über seinen Wert.

— Jürgen Keer

KEER KLARTEXT #007
KEER KLARTEXT #007 | ca. 5 Min. Lesezeit

Auf dem Papier wird wieder mehr gebaut. Aber ist das schon die Trendwende?

 

Die Nachricht klingt zunächst positiv.

Im Mai wurden in Deutschland deutlich mehr Wohnungen genehmigt als noch ein Jahr zuvor. Auf den ersten Blick könnte man daraus schließen, dass sich der Wohnungsbau erholt und sich der Immobilienmarkt wieder entspannt.

Doch genau hier lohnt sich ein zweiter Blick.

Denn zwischen einer Baugenehmigung und einem bezugsfertigen Haus liegen häufig mehrere Jahre – und vor allem eine entscheidende Frage:

Kann das geplante Bauvorhaben unter den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen überhaupt umgesetzt werden?

Eine Baugenehmigung baut noch kein Haus

 

Eine Baugenehmigung ist zunächst einmal die behördliche Erlaubnis zu bauen. Sie ist aber noch kein Spatenstich. Zwischen Planung und Fertigstellung liegen Finanzierung, Baukosten, Materialpreise, Handwerkerkapazitäten und die wirtschaftliche Entscheidung des Bauherrn.

Gerade in den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Projekte genehmigt, später jedoch verschoben oder ganz aufgegeben. Deshalb sollten steigende Genehmigungszahlen nicht automatisch mit einer steigenden Zahl neuer Wohnhäuser gleichgesetzt werden.

Die Finanzierung bleibt der entscheidende Faktor

Hinzu kommt eine zweite Entwicklung. Die Europäische Zentralbank hat ihre Leitzinsen zuletzt zwar unverändert gelassen. Für viele Bauherren bedeutet das jedoch noch keine spürbare Entlastung. Denn für den Immobilienkauf entscheidet nicht allein der Leitzins. Entscheidend ist die tatsächliche Finanzierung. Banken prüfen heute genauer als noch vor wenigen Jahren. Eigenkapital, Einkommen und die langfristige Tragfähigkeit einer Finanzierung spielen wieder eine deutlich größere Rolle. Die monatliche Belastung entscheidet heute häufiger über einen Kauf als der reine Kaufpreis.

Was bedeutet das für Bestandsimmobilien?

Viele Eigentümer fragen sich nun, ob steigende Genehmigungszahlen den Wert bestehender Immobilien wieder unter Druck setzen könnten. Aus meiner Sicht ist diese Sorge derzeit unbegründet. Denn zusätzliche Baugenehmigungen schaffen noch keinen neuen Wohnraum. Erst wenn Häuser tatsächlich gebaut und bezogen werden, verändert sich das Angebot am Markt. Bis dahin bleiben gut gepflegte Bestandsimmobilien für viele Käufer weiterhin eine interessante Alternative. Gerade dann, wenn sie wirtschaftlich eine überzeugende Gesamtrechnung bieten.

Der Markt bleibt regional

Hinzu kommt ein weiterer Punkt. Der Immobilienmarkt entwickelt sich nicht überall gleich. Bundesweite Zahlen geben zwar eine wichtige Orientierung. Sie sagen jedoch wenig darüber aus, wie sich Angebot und Nachfrage in einer konkreten Stadt oder Region entwickeln. Für Eigentümer zählt letztlich nicht die Zahl der genehmigten Wohnungen in Deutschland. Entscheidend ist, wie viele vergleichbare Immobilien tatsächlich vor Ort angeboten werden und wie viele Käufer dort aktiv sind. Deshalb halte ich pauschale Aussagen über den Immobilienmarkt weiterhin für problematisch.

Mein Fazit

Mehr Baugenehmigungen sind grundsätzlich ein positives Signal. Sie zeigen, dass wieder mehr Projekte geplant werden. Ob daraus tatsächlich mehr Wohnraum entsteht, entscheidet sich jedoch erst in den kommenden Jahren. Für Eigentümer bestehender Immobilien bedeutet das: Der Markt wird sich nicht von heute auf morgen verändern. Solange Finanzierung, Baukosten und wirtschaftliche Unsicherheit viele Neubauprojekte bremsen, bleiben gut erhaltene Bestandsimmobilien ein wichtiger Teil des Marktes. Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis dieser Woche:

Nicht die Zahl der genehmigten Häuser entscheidet über den Immobilienmarkt. Sondern die Zahl der Häuser, die am Ende tatsächlich gebaut werden.

— Jürgen Keer

Markenurkunde der Wort-/Bildmarke KEER IMMOBILIEN
KEER KLARTEXT #008 | ca. 1 Min. Lesezeit

Ein wichtiger Meilenstein für KEER IMMOBILIEN

 

Am 22. Juli 2026 wurde die Wort-/Bildmarke KEER IMMOBILIEN beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen.

Für mich ist das ein besonderer unternehmerischer Meilenstein.

Seit der Gründung im Februar 2026 baue ich KEER IMMOBILIEN mit einer klaren Vorstellung auf: Das Unternehmen soll langfristig für Verlässlichkeit, persönliche Verantwortung und einen strukturiert geführten Immobilienverkauf stehen.

Mit der Eintragung ist unsere Wort-/Bildmarke nun offiziell registriert und geschützt. Damit erhält auch die visuelle Identität von KEER IMMOBILIEN eine verlässliche Grundlage für die weitere Entwicklung des Unternehmens.

Eine Marke schafft Wiedererkennbarkeit. Sie verbindet einen Namen mit einer Haltung, einer Arbeitsweise und einem klaren Anspruch.

Genau dafür soll KEER IMMOBILIEN stehen: für Klarheit, Verbindlichkeit und persönlichen Einsatz bei jedem Mandat.

Die Markenurkunde dokumentiert damit nicht nur die Eintragung eines Zeichens. Sie steht für einen weiteren wichtigen Schritt beim langfristigen Aufbau unseres Unternehmens.

Ich freue mich über diesen Meilenstein und darauf, die Marke KEER IMMOBILIEN in den kommenden Jahren konsequent weiterzuentwickeln.

— Jürgen Keer

Familie vor einem älteren Einfamilienhaus zum KfW-Programm Jung kauft Alt
KEER KLARTEXT #009 | ca. 2 Min. Lesezeit

0,53 Prozent für den Altbau: Werden unsanierte Häuser plötzlich wieder interessanter?

 

Seit Anfang August gelten deutlich verbesserte Konditionen für das KfW-Programm „Jung kauft Alt“. Familien mit Kindern, die erstmals Wohneigentum erwerben und die Fördervoraussetzungen erfüllen, können für den Kauf bestimmter Bestandsimmobilien Förderkredite von bis zu 180.000 Euro erhalten. Zum Start der neuen Konditionen lag der effektive Jahreszins bei einer Laufzeit von 35 Jahren und zehn Jahren Zinsbindung bei 0,53 Prozent. Bemerkenswert ist vor allem, welche Immobilien dafür infrage kommen: Gefördert werden Gebäude der Energieeffizienzklassen F, G oder H – also gerade Häuser, deren energetischer Zustand beim Verkauf bislang häufig als Nachteil wahrgenommen wurde.

Das macht ein unsaniertes Haus natürlich nicht automatisch wertvoller. Der Modernisierungsbedarf bleibt bestehen, und die anschließende energetische Sanierung muss separat finanziert werden. Dafür bleiben grundsätzlich 54 Monate Zeit. Trotzdem verändert die neue Förderung die Rechnung: Für eine förderberechtigte Familie kann ein älteres Einfamilienhaus finanziell wieder interessant werden, das zuvor wegen Kaufpreis, Sanierungsbedarf und marktüblicher Finanzierung aus dem Budget gefallen wäre.

Für Eigentümer solcher Häuser ist das durchaus relevant. Eine schlechte Energieklasse bleibt ein objektiver Nachteil, sie kann für einen bestimmten Käuferkreis nun aber gleichzeitig den Zugang zu einer außergewöhnlich günstigen Teilfinanzierung eröffnen. Entscheidend bleibt deshalb die Gesamtrechnung aus Kaufpreis, Finanzierung und notwendiger Sanierung – und natürlich die Frage, ob der Käufer die Fördervoraussetzungen erfüllt.

„Jung kauft Alt“ macht aus einem sanierungsbedürftigen Haus kein Schnäppchen. Aber die neuen Konditionen könnten dazu führen, dass ältere Häuser wieder von Familien geprüft werden, die sie bislang finanziell ausgeschlossen hatten. Manchmal verändert nicht die Immobilie ihren Wert – sondern die Finanzierung verändert, wer sie sich leisten kann.

— Jürgen Keer

Energy Sharing: Solarstrom vom eigenen Dach mit anderen Haushalten teilen
KEER KLARTEXT #010 | ca. 2 Min. Lesezeit

Solarstrom teilen statt nur einspeisen?

 

Wer eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hat, kennt das Prinzip: Strom selbst verbrauchen, Überschüsse ins Netz einspeisen und dafür eine Vergütung erhalten. Seit August bekommen Betreiber neuer kleiner Dachanlagen bei Überschusseinspeisung aktuell 7,70 Cent je Kilowattstunde. Gleichzeitig kostet Strom aus dem Netz private Haushalte deutlich mehr. Da stellt sich eine interessante Frage: Warum den eigenen Solarstrom nicht mit anderen teilen?

Genau dafür gibt es seit dem 1. Juni 2026 in Deutschland einen gesetzlichen Rahmen: das sogenannte Energy Sharing. Vereinfacht gesagt können Betreiber einer Photovoltaikanlage ihren erzeugten Strom mit anderen Verbrauchern teilen – beispielsweise mit einem Nachbarn, Familienmitglied oder einem anderen Haushalt. Der Strom muss dabei nicht über eine direkte Leitung zwischen den Häusern fließen, sondern wird über das öffentliche Stromnetz verteilt. Das wird besonders dann interessant, wenn die eigene Anlage mehr Strom produziert, als im eigenen Haus gerade benötigt wird.

Ganz so einfach wie „Strom an den Nachbarn verkaufen“ ist es allerdings nicht. Für Energy Sharing sind unter anderem entsprechende Verträge und eine geeignete Messung erforderlich, der Verbrauch muss viertelstündlich erfasst werden und für die Nutzung des öffentlichen Netzes fallen weiterhin Kosten an. Außerdem benötigt der Empfänger weiterhin einen normalen Stromlieferanten für die Zeiten, in denen die Photovoltaikanlage nicht genug Strom produziert.

Trotzdem ist das Prinzip bemerkenswert. Bisher lautete die Entscheidung für viele Betreiber im Wesentlichen: selbst verbrauchen oder einspeisen. Jetzt kommt eine dritte Möglichkeit hinzu: teilen. Ob sich Energy Sharing im Einzelfall wirtschaftlich lohnt, hängt von den jeweiligen Bedingungen ab und lässt sich nicht pauschal beantworten.

Mein Fazit

 

Solarstrom vom eigenen Dach muss künftig nicht mehr ausschließlich im eigenen Haus verbraucht oder ins Netz eingespeist werden. Mit Energy Sharing entsteht eine neue Möglichkeit, überschüssigen Strom gezielter zu nutzen. Vielleicht wird die interessanteste Frage bei Photovoltaik deshalb künftig nicht mehr nur sein, wie hoch die Einspeisevergütung ist – sondern wer den eigenen Strom eigentlich nutzen soll.

— Jürgen Keer