Immobilienpreise Ahaus · Stand August 2026

Immobilienpreise in Ahaus 2026

Amtliche Kaufpreise, Immobilienrichtwerte und aktuelle Marktwerte für Eigentümer in Ahaus und den Ortsteilen.

Ahaus ist kein einheitlicher Immobilienmarkt. Der Gutachterausschuss unterscheidet bei Ein- und Zweifamilienhäusern ausdrücklich zwischen der Kernstadt und den Ahauser Ortsteilen. Diese Seite verbindet die amtlichen Transaktionen des Jahres 2025, tatsächlich ausgewertete Hausverkäufe, die Immobilienrichtwerte zum 1. Januar 2026 und aktuelle Online-Angebotsmodelle – und erklärt, was diese Werte für eine konkrete Immobilie tatsächlich bedeuten.

Ahaus als Wohn- und Immobilienstandort im Westmünsterland
Besonderheit in Ahaus Der amtliche Markt unterscheidet bereits zwischen Kernstadt und Ortsteilen. Für Wüllen, Wessum, Alstätte, Ottenstein, Graes und weitere Außenlagen reicht ein allgemeiner Ahaus-Durchschnitt deshalb nicht aus.
Ahaus verbindet einen aktiven Kernstadtmarkt mit eigenständigen Ortsteilen. Die konkrete Preisentscheidung beginnt mit dem richtigen Teilmarkt.
Hausrichtwert Kernstadt 2.820 €/m² Amtlicher Immobilienrichtwert für das definierte Normhaus in Ahaus.
Hausrichtwert Ortsteile 2.560 €/m² Eigener amtlicher Immobilienrichtwert für die Ahauser Ortsteile.
Wohnungseigentum 2.800 €/m² Amtlicher Immobilienrichtwert für das definierte Norm-Wohnungseigentum.

 

Datenbasis: Grundstücksmarktbericht 2026 des Gutachterausschusses Kreis Borken, Berichtsjahr 2025, Immobilienrichtwerte zum 1. Januar 2026 sowie fünf aktuell geprüfte Online-Preisquellen.


Marktaktivität 2025

363 Kaufverträge und mehr als 98 Millionen Euro Geldumsatz

Der Ahauser Immobilienmarkt zählt innerhalb des Zuständigkeitsbereichs des Gutachterausschusses zu den größeren kommunalen Teilmärkten. Entscheidend ist jedoch, wie sich die Verkäufe auf unterschiedliche Immobilienarten verteilen.

Kaufverträge insgesamt 363 Registrierte Kaufverträge im Jahr 2025. Die Gesamtzahl umfasst mehrere unterschiedliche Grundstücks- und Immobilienarten.
Geldumsatz insgesamt 98,09 Mio. € Exakter registrierter Gesamtumsatz: 98.088.667 Euro. Davon entfielen rund 64,45 Mio. Euro auf bebaute Grundstücke.
Bebaute Grundstücke 181 Kaufverträge betrafen bebaute Grundstücke. Damit ist der Gebäudebestand der größte Ahauser Teilmarkt.
Wohnungs- & Teileigentum 75 Registrierte Verträge im Jahr 2025. Der Geldumsatz dieses Segments lag bei rund 17,68 Mio. Euro.

Tatsächlich ausgewertete Hausverkäufe 2025

Was für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser in Ahaus tatsächlich bezahlt wurde

Der Grundstücksmarktbericht veröffentlicht für Ahaus geeignete Kaufpreise nach Baujahresgruppen. Diese Werte stammen aus ausgewerteten Kaufverträgen und sind damit etwas anderes als Angebotspreise aus Immobilienportalen.

Baujahresgruppe Fälle Ø Baujahr Ø Grundstück Ø Wohnfläche Ø €/m² Wohnfläche Ø Kaufpreis
1950–1974 6 1964 548 m² 146 m² 1.881 €/m² 266.000 €
1975–1994 14 1984 626 m² 148 m² 2.475 €/m² 351.000 €
1995–2009 12 2001 592 m² 162 m² 2.882 €/m² 465.000 €
2010–2023 3 2015 514 m² 144 m² 3.329 €/m² 482.000 €
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Diese Tabelle ist besonders aussagekräftig – aber kein Preisrechner.

Die Zahlen beziehen sich auf geeignete Kauffälle freistehender Ein- und Zweifamilienhäuser im Kaufjahr 2025. Die Fallzahlen sind je Baujahresgruppe begrenzt. Der Gutachterausschuss weist ausdrücklich darauf hin, dass aus solchen Durchschnittswerten insbesondere nicht unmittelbar auf den individuellen Modernisierungsgrad eines Hauses geschlossen werden kann. Für das Einzelobjekt müssen Lage, Grundstück, Zustand, Ausstattung und weitere wertrelevante Merkmale separat bewertet werden.

Amtliche richtwerte zum 1. Januar 2026

Ahaus hat zwei Haus-Teilmärkte – und einen eigenen Richtwert für Wohnungseigentum

Die amtliche Differenzierung bestätigt, dass Kernstadt und Ortsteile bei Ein- und Zweifamilienhäusern nicht als einheitlicher Vergleichsmarkt behandelt werden.

Ein- und Zweifamilienhäuser

2.820 €/m² Kernstadt · 2.560 €/m² Ortsteile

Ahaus2.820 €/m²
Ahaus-Ortsteile2.560 €/m²
Stichtag01.01.2026

Die Immobilienrichtwerte werden aus Kaufpreisen abgeleitet, auf ein typisches Normobjekt umgerechnet und anschließend über Umrechnungskoeffizienten an das konkrete Bewertungsobjekt angepasst. Sie sind keine automatisch anzusetzenden Verkaufspreise.

Wohnungseigentum

2.800 €/m²

Immobilienrichtwert2.800 €/m²
IRW-ZoneAS5101
Stichtag01.01.2026

Bei einer konkreten Eigentumswohnung werden Alter, Wohnfläche, Bodenrichtwertniveau, Zahl der Wohneinheiten, Ausstattung, Geschosslage, Vermietung und Balkon entsprechend dem amtlichen Modell berücksichtigt.

Bodenpreisentwicklung in Ahaus

2025 blieben die Bodenpreisindizes in Ahaus und vier ausgewiesenen Ortsteilen unverändert

Der Bodenpreisindex zeigt die zeitliche Entwicklung des Bodenwertniveaus. Er ist ausdrücklich kein Bodenrichtwert in Euro pro Quadratmeter.

Ahaus Index 137

2024: 137 · 2025: 137.

Veränderung zum Vorjahr: 0,0 %.
Alstätte & Ottenstein 120 · 152

Alstätte: Index 120. Ottenstein: Index 152.

Beide Indizes blieben 2025 unverändert.
Wessum & Wüllen 146 · 139

Wessum: Index 146. Wüllen: Index 139.

Auch hier jeweils 0,0 % Veränderung zum Vorjahr.
Wichtig für Eigentümer Zone statt Index

Für den konkreten Bodenwert ist die jeweilige Bodenrichtwertzone in BORIS.NRW maßgeblich.

Indexwerte dürfen nicht als €/m²-Werte gelesen werden.

Ahaus 2026

 

Neubauangebote verändern den Vergleich – besonders in Wessum und Wüllen

In Wessum ist an der Gartenstraße ein neues Wohngebiet mit rund 150 Baugrundstücken und acht unterschiedlichen Wohnformen vorgesehen. Der Bebauungsplan wurde im März 2026 als Satzung beschlossen.

Auch Wüllen Nord entwickelt sich weiter. Im Juli 2026 beschloss die Stadt für den zweiten Abschnitt einen Grundstückspreis von 140 Euro pro Quadratmeter zuzüglich Erschließungskosten. Solche neuen Angebote verändern die Alternativen, mit denen Käufer Bestandsimmobilien vergleichen.

Für ältere Häuser bedeutet das nicht automatisch einen Nachteil. Eingewachsene Grundstücke, vorhandene Garagen, fertige Außenanlagen und kurzfristige Verfügbarkeit können einen klaren Gegenwert darstellen – sofern Modernisierungsbedarf und Preis nachvollziehbar zusammenpassen.

Aktuelle Online-Preisquellen · Q4 2025 bis August 2026

Warum Online-Portale für Ahaus unterschiedliche Quadratmeterpreise nennen

Die Anbieter arbeiten mit unterschiedlichen Angebotsbeständen, Zeiträumen und Berechnungsmodellen. Deshalb sind die Werte eine zusätzliche Marktperspektive – keine Alternative zur objektbezogenen Bewertung.

Häuser in Ahaus

ca. 2.439–2.888 €/m²

Zwischen dem niedrigsten und höchsten der fünf geprüften Modelle liegen rund 449 Euro pro Quadratmeter. Bei 150 m² Wohnfläche entspricht das rechnerisch rund 67.000 Euro Differenz.

Eigentumswohnungen in Ahaus

ca. 2.385–3.054 €/m²

Bei Wohnungen beträgt die Differenz zwischen den geprüften Modellen rund 669 Euro pro Quadratmeter. Das verdeutlicht den Einfluss von Datenbestand und Objektmix.

Anbieter / Modell Häuser Wohnungen Datenstand
Immowelt 2.439 €/m² 2.385 €/m² Juli 2026
ImmoScout24 2.831 €/m² 2.463 €/m² August 2026
Engel & Völkers 2.522 €/m² 3.054 €/m² August 2026
Immoportal 2.524 €/m² 3.002 €/m² 1. August 2026
immoverkauf24 / Sprengnetter 2.888 €/m² 2.436 €/m² Q4 2025

Für Eigentümer entscheidend: Die Portalwerte beruhen auf Angebotspreisen beziehungsweise statistischen Modellen. Die amtlichen Immobilienrichtwerte beruhen dagegen auf der Kaufpreissammlung und einer normierten Methodik. Erst der Abgleich mit der konkreten Immobilie macht die Zahlen für eine Preisentscheidung nutzbar.

Preiszahlen richtig lesen

Drei Preiswelten – und jede beantwortet eine andere Frage

Gerade in Ahaus ist die methodische Trennung wichtig, weil amtliche Richtwerte, tatsächliche Kaufpreise und aktuelle Angebotspreise nebeneinander verfügbar sind.

01

Tatsächlicher Kaufpreis

Er stammt aus einem notariell beurkundeten Verkauf. Der Gutachterausschuss wertet geeignete Fälle aus und veröffentlicht daraus beispielsweise die Ahauser Durchschnittswerte nach Baujahresgruppen.

02

Amtlicher Immobilienrichtwert

Er ist ein normierter durchschnittlicher Lagewert für einen bestimmten Teilmarkt. Abweichungen der konkreten Immobilie werden über das Bewertungsmodell angepasst.

03

Marktfähiger Angebotspreis

Er berücksichtigt den Bewertungsrahmen, den aktuellen Wettbewerb, die Zielgruppe und den Vermarktungszeitpunkt. Er muss für Käufer nachvollziehbar und finanzierbar positioniert sein.

Was den Einzelwert verändert

Warum zwei Ahauser Immobilien mit ähnlicher Wohnfläche unterschiedlich bewertet werden

Die amtliche Trennung zwischen Kernstadt und Ortsteilen ist nur der Anfang. Für das konkrete Objekt kommen weitere wertrelevante Merkmale hinzu.

01

Kernstadt oder Ortsteil

Die amtlichen Hausrichtwerte unterscheiden bereits zwischen Ahaus und den Ortsteilen. Innerhalb dieser Teilmärkte wirkt zusätzlich die konkrete Straße.

02

Grundstück und Nebenflächen

Größe, Zuschnitt, Garage, Nebengebäude, Zufahrt und Nutzbarkeit können insbesondere in dörflicheren Lagen den Gesamtwert deutlich mitprägen.

03

Baujahr und Modernisierung

Die amtlichen Kaufpreise zeigen klare Unterschiede zwischen Baujahresgruppen. Der tatsächliche Modernisierungsstand kann diese Einordnung jedoch deutlich verändern.

04

Energie und Folgekosten

Heizung, Dämmung, Fenster und Energiekennwerte gewinnen im direkten Vergleich mit neueren Wohnangeboten weiter an Bedeutung.

05

Grundriss und Alltag

Familiengerechte Räume, Homeoffice, Barrierearmut, Stellplätze und kurze Wege werden je nach Käufergruppe unterschiedlich gewichtet.

06

Unterlagen und Rechtssicherheit

Wohnfläche, Anbauten, Baulasten, Nutzungsänderungen und Genehmigungen sollten geklärt sein, bevor der Preis öffentlich positioniert wird.

Kernstadt und fünf Ortsteile

 

Ahaus besteht aus mehreren eigenständigen Käufermärkten

Zur Stadt gehören die Kernstadt sowie Wüllen, Wessum, Alstätte, Ottenstein und Graes. Die Unterschiede reichen von zentraleren Wohnformen über große dörfliche Ortsteile bis zu ländlicheren Grundstücken.

 

Marktdaten und Immobilienbewertung für Ahaus und seine Ortsteile
Die Ortsteilzugehörigkeit beeinflusst Vergleichsobjekte und Käuferprofil. Eine pauschale Preisrangfolge wird daraus nicht abgeleitet.

Bedeutung für Eigentümer

Lohnt sich ein Immobilienverkauf in Ahaus aktuell?

Die hohe Zahl der Kaufverträge zeigt, dass 2025 in Ahaus ein breit aufgestellter Markt vorhanden war. Gleichzeitig zeigen die unterschiedlichen Hausrichtwerte und die Baujahresauswertungen, wie stark sich einzelne Teilmärkte voneinander unterscheiden.

Für den Eigentümer ist deshalb nicht entscheidend, ob „Ahaus insgesamt“ einen bestimmten Durchschnittswert besitzt. Wichtiger ist, welche Alternativen Käufer für genau diese Immobilie im jeweiligen Teilmarkt sehen.

Eine belastbare Preisstrategie verbindet amtliche Kaufpreise, Immobilienrichtwerte, aktuelle Konkurrenzangebote und die konkrete Objektqualität.

Vor dem Marktstart

Sechs Fragen, die Ahauser Eigentümer vor der Preisfestlegung klären sollten

Je vollständiger die Ausgangslage, desto belastbarer lassen sich amtliche Werte und aktuelle Marktdaten auf die konkrete Immobilie übertragen.

01
Gehört das Haus zum Kernstadt- oder Ortsteilmarkt?

Diese Frage ist in Ahaus bereits auf Ebene der amtlichen Immobilienrichtwerte relevant.

02
Sind Wohn- und Nutzflächen belastbar?

Grundrisse, Berechnungen, Anbauten und ausgebaute Bereiche müssen mit dem tatsächlichen Bestand zusammenpassen.

03
Welche Modernisierungen sind belegt?

Jahr und Umfang von Dach, Fenstern, Heizung, Leitungen, Bädern und energetischen Maßnahmen sollten nachvollziehbar sein.

04
Wie steht das Objekt im Neubauvergleich?

Besonders in Wessum und Wüllen prüfen Käufer Energie, Grundriss und Gesamtkosten gegenüber neuen Wohnangeboten.

05
Welche Käufergruppe passt tatsächlich?

Familien, ortsgebundene Käufer, Pendler, Verkleinerungswillige und Menschen mit Platzbedarf setzen unterschiedliche Prioritäten.

06
Welche Preisposition ist marktfähig?

Der Angebotspreis muss zum Objektwert, zum aktuellen Wettbewerb und zum tatsächlich erreichbaren Käuferkreis passen.

Marktpreiseinschätzung durch KEER IMMOBILIEN

So werden aus Ahaus-Daten eine objektbezogene Bewertung und eine Preisstrategie

Amtliche Statistiken liefern eine belastbare Grundlage. Der konkrete Wert entsteht erst durch die Übertragung auf die einzelne Immobilie.

Objekt erfassen

Wohnfläche, Grundstück, Baujahr, Unterlagen und rechtliche Merkmale werden vollständig aufgenommen.

Teilmarkt bestimmen

Kernstadt, Ortsteil, Straße, Wohnumfeld und aktuelle Vergleichsangebote werden voneinander abgegrenzt.

Zustand einordnen

Modernisierung, Energie, Ausstattung und noch erforderliche Investitionen werden sachlich bewertet.

Marktdaten abgleichen

Amtliche Kauffälle, Immobilienrichtwert und aktuelle Angebotswerte werden methodisch getrennt verglichen.

Preisstrategie festlegen

Aus Objektwert, Käuferprofil und Wettbewerb entsteht eine nachvollziehbare Marktposition.

Jürgen Keer, Geschäftsführer von KEER IMMOBILIEN und Ansprechpartner für Ahaus

Ihre Einordnung vor Ort

 

In Ahaus zeigt schon die amtliche Statistik, dass Kernstadt und Ortsteile nicht austauschbar sind.

Für eine konkrete Immobilie gehen wir einen Schritt weiter: Wir betrachten Straße, Grundstück, Baujahr, Modernisierung und Käuferprofil und prüfen, welche amtlichen und aktuellen Marktdaten tatsächlich Aussagekraft besitzen.

 

So entsteht aus allgemeinen Marktinformationen eine belastbare Grundlage für Preisentscheidung und Vermarktung.

 

Wenn Sie den Verkauf bereits konkret prüfen, finden Sie den vollständigen Ablauf auf unserer Seite Immobilie verkaufen in Ahaus.

 

  • amtliche Kaufpreise, Immobilienrichtwerte und Angebotswerte sauber voneinander getrennt
  • Kernstadt oder Ortsteil sowie Mikrolage und Gebäude objektbezogen eingeordnet
  • direkter Kontakt zu Jürgen Keer als verantwortlichem Ansprechpartner
 

Häufige Eigentümerfragen

Immobilienpreise in Ahaus seriös eingeordnet

Die Antworten unterscheiden zwischen tatsächlich gezahlten Kaufpreisen, amtlichen Richtwerten und aktuellen Angebotsmodellen.

Wie aktiv war der Immobilienmarkt in Ahaus 2025?
Der Grundstücksmarktbericht 2026 weist für Ahaus 363 Kaufverträge und einen Geldumsatz von exakt 98.088.667 Euro aus. Davon entfielen 181 Verträge auf bebaute Grundstücke, 75 auf unbebaute Grundstücke, 75 auf Wohnungs- und Teileigentum sowie 32 auf Erbbaurechte beziehungsweise Erbbaurechtsgrundstücke.
Warum gibt es für Ahaus zwei verschiedene Immobilienrichtwerte für Häuser?
Der Gutachterausschuss behandelt die Kernstadt und die Ahauser Ortsteile als unterschiedliche Teilmärkte. Zum 1. Januar 2026 beträgt der Immobilienrichtwert für das definierte Normhaus in Ahaus 2.820 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und für die Ahauser Ortsteile 2.560 Euro. Das bestätigt, dass ein einheitlicher Hauswert für die gesamte Stadt fachlich nicht ausreicht.
Kann ich 2.820 oder 2.560 €/m² einfach mit meiner Wohnfläche multiplizieren?
Nein. Immobilienrichtwerte beziehen sich auf definierte Normobjekte. Alter, Gebäudeart, Wohnfläche, Grundstücksgröße, Keller, Vermietung und weitere Merkmale werden im amtlichen Modell über Umrechnungskoeffizienten angepasst. Wertrelevante Besonderheiten außerhalb des Modells müssen zusätzlich sachverständig berücksichtigt werden.
Was bedeutet der Immobilienrichtwert von 2.800 €/m² für Eigentumswohnungen?
Der Wert gilt für ein definiertes Norm-Wohnungseigentum zum 1. Januar 2026. Bei einer konkreten Wohnung werden unter anderem Alter, Wohnfläche, Bodenrichtwertniveau, Zahl der Wohneinheiten, Ausstattung, Geschosslage, Vermietung und Balkon berücksichtigt. Hausgeld, Rücklagen und Beschlüsse der Eigentümergemeinschaft sind für die Verkaufsentscheidung zusätzlich wesentlich.
Was sagen die amtlichen Kaufpreise nach Baujahr wirklich aus?
Für geeignete freistehende Ein- und Zweifamilienhausverkäufe 2025 weist der Gutachterausschuss in Ahaus durchschnittlich 1.881 €/m² für Baujahre 1950–1974, 2.475 €/m² für 1975–1994, 2.882 €/m² für 1995–2009 und 3.329 €/m² für 2010–2023 aus. Die Fallzahlen reichen von 3 bis 14 Verkäufen pro Gruppe. Die Werte zeigen tatsächliche Marktunterschiede, sind aber keine direkte Bewertung eines einzelnen Hauses.
Warum kann ein modernisiertes älteres Haus deutlich vom Baujahresdurchschnitt abweichen?
Die veröffentlichten Durchschnittspreise bilden nicht den individuellen Modernisierungsstand jedes Hauses vollständig ab. Ein umfassend modernisiertes Gebäude kann technisch und energetisch wesentlich näher an jüngeren Alternativen liegen als ein unsanierter Bestand desselben Baujahres. Deshalb müssen Baujahr und tatsächlicher Zustand getrennt betrachtet werden.
Wie entwickeln sich die Bodenwerte in Ahaus?
Die Bodenpreisindizes für Ahaus sowie Alstätte, Ottenstein, Wessum und Wüllen blieben 2025 gegenüber 2024 jeweils unverändert. Der Index beträgt 137 für Ahaus, 120 für Alstätte, 152 für Ottenstein, 146 für Wessum und 139 für Wüllen. Diese Zahlen sind Indexwerte und dürfen nicht als Bodenrichtwerte in Euro pro Quadratmeter verstanden werden.
Warum zeigen Immobilienportale für Ahaus unterschiedliche Preise?
Die Anbieter verwenden unterschiedliche Angebotsbestände, Zeiträume und Rechenmodelle. Bei den aktuell geprüften Quellen reichen die Hauswerte ungefähr von 2.439 bis 2.888 Euro pro Quadratmeter und die Wohnungswerte von etwa 2.385 bis 3.054 Euro. Genau diese Streuung zeigt, warum ein einzelner Onlinewert keine belastbare Preisstrategie ersetzt.
Wie wirken sich neue Wohngebiete in Wessum und Wüllen auf Bestandsimmobilien aus?
Neue Wohnangebote erweitern die Auswahl für Käufer und erhöhen den Vergleich bei Energieeffizienz, Grundriss und planbaren Folgekosten. Bestandsimmobilien können gleichzeitig Vorteile wie größere oder eingewachsene Grundstücke, vorhandene Garagen und Außenanlagen sowie kurzfristige Verfügbarkeit bieten. Entscheidend ist ein realistisches Verhältnis zwischen Kaufpreis und noch erforderlichen Investitionen.
Sind Wessum, Wüllen, Alstätte und Ottenstein gleich zu bewerten?
Nein. Bereits der Gutachterausschuss fasst die Ahauser Ortsteile zwar in einem eigenen Hausrichtwert zusammen, doch für ein konkretes Objekt müssen Ortsteil, Mikrolage, Grundstück und Gebäude weiter differenziert werden. Eine seriöse Preisrangfolge der Ortsteile lässt sich aus dem gemeinsamen Immobilienrichtwert nicht ableiten.
Was ist bei Häusern in Alstätte, Ottenstein oder Graes besonders zu beachten?
In dörflicheren und ländlicheren Lagen können Grundstück, Zufahrt, Nebengebäude, Erschließung, Genehmigungen und Fahrwege stärker ins Gewicht fallen als in der Kernstadt. Größere Flächen sind nur dann ein klarer Mehrwert, wenn Nutzung und Unterhalt zum Käuferprofil passen.
Sollte ich vor dem Verkauf noch renovieren?
Nicht jede Renovierung erhöht den späteren Verkaufspreis um die investierten Kosten. Technische Mängel und ungeklärte Schäden sollten von rein geschmacklichen Maßnahmen getrennt werden. Sinnvoll ist eine Kosten-Nutzen-Prüfung, die den Zustand, den Käuferkreis und die aktuelle Konkurrenz berücksichtigt.
Ist 2026 ein guter Zeitpunkt für einen Immobilienverkauf in Ahaus?
Die 363 Kaufverträge des Jahres 2025 zeigen einen aktiven Markt. Ob 2026 für Ihre Immobilie der richtige Verkaufszeitpunkt ist, hängt jedoch von der persönlichen Situation, dem konkreten Teilmarkt, dem Zustand der Immobilie, aktuellen Konkurrenzangeboten und einer realistischen Preispositionierung ab.

Hinweis zur Aussagekraft: Sämtliche Preisangaben dienen der allgemeinen Orientierung. Amtliche Durchschnittspreise beruhen auf ausgewerteten geeigneten Kauffällen, Immobilienrichtwerte auf normierten Vergleichsobjekten und Online-Werte auf Angebots- beziehungsweise Modellmärkten. Bodenpreisindizes sind keine Bodenrichtwerte. Die Inhalte stellen weder ein Verkehrswertgutachten im Sinne des § 194 BauGB noch eine verbindliche Kaufpreisprognose dar.

Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der dargestellten Angaben wird keine Gewähr übernommen. Eine Haftung für Schäden aus der Verwendung dieser Angaben ist, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen. Zwingende gesetzliche Haftungstatbestände bleiben unberührt.