Immobilienpreise Raesfeld stand august 2026 

Immobilienpreise in Raesfeld 2026

Amtliche Marktdaten, Immobilienrichtwerte und aktuelle Angebotsmodelle für Eigentümer in Raesfeld, Erle und den ländlicheren Bereichen.

Raesfeld ist ein vergleichsweise kleiner, aber klar differenzierter Immobilienmarkt. Der Hauptort, Erle und Homer beziehungsweise die Außenbereiche unterscheiden sich bei Grundstücksstruktur, Wohnangebot und Käuferprofil. Diese Seite verbindet die amtlichen Transaktionen des Jahres 2025, die Immobilienrichtwerte zum 1. Januar 2026, den Bodenmarkt und aktuell überprüfte Online-Angebotsmodelle – ohne daraus einen pauschalen Quadratmeterpreis für jede Raesfelder Immobilie abzuleiten.

 

Datenbasis: Grundstücksmarktbericht 2026 des Gutachterausschusses Kreis Borken, Immobilien- und Bodenrichtwerte zum 1. Januar 2026, kommunale Informationen der Gemeinde Raesfeld sowie vier aktuell numerisch verifizierbare Online-Preisquellen.

Immobilienrichtwert Haus 2.700 €/m² Amtlicher Richtwert für das definierte Normhaus zum 1. Januar 2026.
Immobilienrichtwert Wohnung 2.640 €/m² Amtlicher Richtwert für das definierte Wohnungseigentum zum 1. Januar 2026.
Online-Modelle Häuser 2.795–3.055 €/m² Aktuell veröffentlichte Angebots- und Modellwerte – keine notariellen Verkaufspreise.
Raesfeld als Wohn- und Immobilienstandort im Westmünsterland
Für Eigentümer besonders wichtig Raesfeld, Erle und ländlichere Lagen sind keine austauschbaren Vergleichsmärkte. Die Gemeinde weist selbst eine starke räumliche Gliederung auf: Rund 67 % der Einwohner leben im Hauptort, 31 % in Erle und 2 % in Homer.
Die amtlichen Werte geben den Markt-Rahmen vor. Der konkrete Verkaufspreis entsteht aus Teilmarkt, Straße, Grundstück, Gebäude und aktuellem Käuferinteresse.

 

Marktaktivität 2025

115 Kaufverträge und 28,43 Millionen Euro Geldumsatz

Die Gesamtzahl zeigt einen real vorhandenen Immobilienmarkt, ist für eine konkrete Preisentscheidung aber noch zu breit. Erst der Blick auf die einzelnen Teilmärkte macht die Zahlen für Eigentümer nutzbar.

Kaufverträge insgesamt 115 Registrierte Kaufverträge im Jahr 2025. Die Verträge verteilen sich auf mehrere Grundstücks- und Immobilienarten.
Geldumsatz insgesamt 28,43 Mio. € Registrierter Geldumsatz über sämtliche erfassten Teilmärkte. Bebaute Grundstücke bildeten den größten Anteil des Immobilienumsatzes.
Bebaute Grundstücke 47 Kaufverträge entfielen auf bereits bebaute Grundstücke. Für Hausverkäufer ist dies der relevanteste kommunale Teilmarkt.
Wohnungs- & Teileigentum 16 Registrierte Verträge im Jahr 2025. Wohnungseigentum bleibt damit ein deutlich kleinerer Teilmarkt als der Hausbestand.

Wie sich der Markt zusammensetzt

Mehr als die Hälfte der Verträge entfiel nicht auf klassische Bestandswohnungen

Neben bebauten Grundstücken wurden 2025 auch zahlreiche unbebaute Grundstücke und Erbbaurechtsfälle registriert. Diese Struktur ist wichtig, damit Gesamtzahlen nicht fälschlich als „Hausmarkt“ gelesen werden.

Bebaute Grundstücke 47 Fälle

Hierzu gehören unterschiedliche Gebäudearten und Grundstückssituationen. Für ein konkretes Einfamilienhaus müssen vergleichbare Objekte weiter herausgefiltert werden.

Die Zahl belegt Marktaktivität, ersetzt aber keine objektspezifische Vergleichsauswahl.
Unbebaute Grundstücke 43 Fälle

Der unbebaute Bodenmarkt ist in Raesfeld auffällig präsent und wird unter anderem durch neue Wohnbauangebote geprägt.

Grundstücksumsätze dürfen nicht mit dem Preisniveau bestehender Wohnhäuser vermischt werden.
Wohnungs-/Teileigentum 16 Fälle

Bei Wohnungen bestimmen nicht nur Wohnfläche und Lage, sondern auch Hausgeld, Rücklagen, Gebäudezustand und Eigentümergemeinschaft die Kaufentscheidung.

Der amtliche Richtwert von 2.640 €/m² ist Orientierung für ein Normobjekt, kein Pauschalpreis.
Erbbaurechte 9 Fälle

Erbbaurechte und Erbbaurechtsgrundstücke bilden einen eigenen Teilmarkt mit anderer rechtlicher und wirtschaftlicher Systematik.

Solche Fälle sollten bei normalen Eigentumsgrundstücken nicht als direkte Vergleichspreise herangezogen werden.

Amtliche Immobilienrichtwerte zum 1. Januar 2026

2.700 €/m² für Ein-/Zweifamilienhäuser und 2.640 €/m² für Wohnungseigentum

Die Immobilienrichtwerte werden aus geeigneten Kaufpreisen abgeleitet und auf definierte Normobjekte umgerechnet. Für ein konkretes Objekt müssen die wertrelevanten Abweichungen anschließend sachgerecht berücksichtigt werden.

Ein- und Zweifamilienhäuser

2.700 €/m²

Der Richtwert führt nicht unmittelbar zum Verkehrswert. Alter, Wohnfläche, Grundstück, Gebäudeart und weitere Merkmale werden über das amtliche Modell beziehungsweise ergänzende sachverständige Anpassungen berücksichtigt.

Wohnungseigentum

2.640 €/m²

Bei einer konkreten Wohnung müssen unter anderem Baujahr, Wohnfläche, Ausstattung, Geschosslage, Vermietung und die wirtschaftliche Situation der Eigentümergemeinschaft eingeordnet werden.

Bodenmarkt 2025/2026

221 €/m² durchschnittlicher Kaufpreis für Wohnbauland – aber kein allgemeiner Bodenrichtwert

Für geeignete Baugrundstücke des individuellen Wohnungsbaus nennt der Grundstücksmarktbericht für Raesfeld 2025 einen durchschnittlichen Kaufpreis von rund 221 Euro pro Quadratmeter einschließlich Erschließungskosten nach BauGB und Kanalanschlussbeiträgen nach KAG. Dieser Wert ist eine Marktstatistik und darf nicht mit dem adressbezogenen Bodenrichtwert verwechselt werden.

Wohnbauland 2025 rd. 221 €/m²

Durchschnittlicher Kaufpreis geeigneter beziehungsweise bedingt geeigneter Wohnbaugrundstücke.

Für das konkrete Grundstück ist die Bodenrichtwertzone in BORIS.NRW entscheidend.
Bodenpreisindex Raesfeld 115

Der Index lag 2024 und 2025 jeweils bei 115.

Veränderung zum Vorjahr: 0,0 %. Der Index ist kein Euro-Wert.
Bodenpreisindex Erle 112

Auch der Index für Raesfeld-Erle blieb 2025 unverändert.

Erle bildet damit einen eigenen beobachteten Boden-Teilmarkt.
Wohnen im Außenbereich 110 €/m²

Für Raesfeld wird zum Stichtag 01.01.2026 ein eigener Bodenrichtwert für wohnbaulich genutzte Flächen im Außenbereich ausgewiesen.

Gerade für Homer und Außenlagen ist diese Kategorie methodisch von innerörtlichen Wohnzonen zu trennen.

Raesfeld und Erle entwickeln ihr Wohnangebot weiter

 

Neubau verändert den Vergleich für ältere Bestandsimmobilien

Im Baugebiet Stockbreede westlich der Dorstener Straße wurden 34 neue Bauplätze am Levi-Schwarz-Weg vergeben. Zusätzlich wurden weitere Grundstücke in Raesfeld und Erle angeboten.

In Erle wird das Wohnangebot an der Wehler Straße erweitert; für den neuen Bauabschnitt wurden rund 40 Baugrundstücke angekündigt. Die Gemeinde führte hierfür ein eigenes Vergabeverfahren durch.

Für Bestandsimmobilien bedeutet das nicht automatisch einen Preisnachteil. Käufer vergleichen jedoch Energieeffizienz, Grundriss, notwendige Investitionen und Gesamtkosten stärker mit neuen Alternativen. Gewachsene Grundstücke, vorhandene Garagen, Gärten und kurzfristige Verfügbarkeit können im Gegenzug klare Vorteile sein.

Aktuell verifizierte Online-Preisquellen · Q4 2025 bis August 2026

Vier Anbieter, vier Modelle – und bereits eine spürbare Preisspanne

Die Anbieter verwenden unterschiedliche Angebotsbestände, Zeiträume und Berechnungsmodelle. Die Werte sind deshalb zusätzliche Marktindikatoren, nicht notariell beurkundete Verkaufspreise.

Häuser in Raesfeld

ca. 2.795–3.055 €/m²

Zwischen den vier aktuell numerisch verifizierbaren Modellen liegen rund 260 Euro pro Quadratmeter.

Eigentumswohnungen in Raesfeld

ca. 2.521–2.819 €/m²

Bei Wohnungen beträgt die Spanne knapp 300 Euro pro Quadratmeter. Bei kleinen lokalen Angebotsbeständen kann sich der Objektmix deutlich auf Durchschnittswerte auswirken.

Anbieter / Modell Häuser Wohnungen Datenstand
Immowelt 3.055 €/m² 2.521 €/m² 1. Juli 2026
ImmoScout24 2.979 €/m² 2.544 €/m² Q2 2026
Immoportal 2.795 €/m² 2.819 €/m² 1. August 2026
immoverkauf24 / Sprengnetter 3.004 €/m² 2.545 €/m² Q4 2025

Warum nur vier Anbieter? Für diese Fassung wurden ausschließlich Werte aufgenommen, die am Prüftag numerisch auf der jeweiligen aktuellen Anbieter-Seite verifiziert werden konnten. Eine zusätzliche Marktseite von Engel & Völkers war erreichbar, stellte die Raesfelder Zahlen im zugänglichen Seiteninhalt jedoch nicht belastbar dar. Sie wurde deshalb bewusst nicht in die Tabelle übernommen.

Preiszahlen richtig lesen

Drei Ebenen, die bei Raesfelder Immobilien nicht vermischt werden sollten

Amtliche Richtwerte, Bodenmarktwerte und Portalpreise beantworten unterschiedliche Fragen. Eine seriöse Preisstrategie trennt diese Datenquellen zuerst und führt sie anschließend objektbezogen zusammen.

01

Amtlicher Immobilienrichtwert

Ein normierter Lagewert für ein typisches Vergleichsobjekt. Er basiert auf der Kaufpreissammlung und wird an die Merkmale des konkreten Hauses oder der Wohnung angepasst.

02

Boden- und Grundstücksmarkt

Bodenrichtwertzone, Bodenpreisindex und tatsächlich gezahlte Wohnbaulandpreise beschreiben unterschiedliche Aspekte des Grundstückswerts und dürfen nicht gleichgesetzt werden.

03

Marktfähiger Angebotspreis

Er verbindet Objektwert, aktuellen Wettbewerb, Käuferzielgruppe und Vermarktungszeitpunkt zu einer Preisposition, die im tatsächlichen Markt funktionieren muss.

Was den Einzelwert verändert

Warum zwei Immobilien in Raesfeld trotz ähnlicher Wohnfläche unterschiedlich bewertet werden

Die Lage im Hauptort oder in Erle ist nur ein Baustein. Grundstück, Gebäude, Modernisierung und Nutzung entscheiden gemeinsam über die Vergleichbarkeit.

01

Raesfeld, Erle oder Außenlage

Ortsteilbindung, Wege, Grundstücksstrukturen und Käuferprofile unterscheiden sich innerhalb der Gemeinde deutlich.

02

Grundstück und Nebenflächen

Garten, Garage, Nebengebäude, Zufahrt und tatsächliche Nutzbarkeit können besonders bei ländlicheren Immobilien großen Einfluss haben.

03

Baujahr und Modernisierung

Dach, Fenster, Leitungen, Heizung, Bäder und Innenausbau bestimmen, wie Käufer den notwendigen Folgeaufwand einschätzen.

04

Energieeffizienz

Im Vergleich zu neuen Wohnangeboten werden Energiekennwerte und Heiztechnik zunehmend als Teil der Gesamtinvestition betrachtet.

05

Mikrolage und Alltag

Ortskern, Schlossumfeld, Wohnstraße, Neubauumfeld, Verkehr oder Dorfzentrum können bereits auf kurzer Distanz unterschiedliche Käuferreaktionen auslösen.

06

Rechte und Genehmigungen

Baulasten, Anbauten, Nebenanlagen, Erschließung und mögliche Außenbereichsfragen sollten vor der Preisfestlegung geklärt werden.

Drei räumliche Teilmärkte

 

Raesfeld, Erle und Homer beziehungsweise Außenlagen werden von Käufern unterschiedlich gelesen

Zum 31. Dezember 2025 lebten nach Angaben der Gemeinde 7.901 Menschen im Hauptort, 3.694 in Erle und 179 in Homer. Die Größenverhältnisse erklären, warum Angebot und Käufernachfrage in den drei Bereichen unterschiedlich funktionieren.

 

Marktdaten und Immobilienbewertung für Raesfeld, Erle und die Außenbereiche
Die Teilmärkte sind nicht als Preisrangfolge zu verstehen. Entscheidend bleibt die konkrete Immobilie innerhalb ihres tatsächlichen Käufermarkts.

Bedeutung für Eigentümer

 

Lohnt sich ein Immobilienverkauf in Raesfeld aktuell?

Die 115 Kaufverträge des Jahres 2025 zeigen einen klar aktiven lokalen Markt. Gleichzeitig ist die Zahl allein kein Signal dafür, dass jede Immobilie schnell oder zu jedem Preis verkauft werden kann.

Käufer vergleichen Bestandsobjekte stärker mit Neubauangeboten, Energiezustand und dem notwendigen Gesamtaufwand. In Erle wirkt zusätzlich die örtliche Bindung, während bei Homer und Außenlagen Grundstück und Nutzbarkeit stärker ins Gewicht fallen.

Eine belastbare Preisstrategie verbindet deshalb amtliche Richtwerte, den konkreten Teilmarkt, den Gebäudezustand und den aktuellen Wettbewerb.

Vor dem Marktstart

Sechs Fragen, die Raesfelder Eigentümer vor der Preisfestlegung klären sollten

Je genauer die Ausgangslage dokumentiert ist, desto besser lassen sich allgemeine Marktdaten auf das konkrete Objekt übertragen.

01
Welcher Teilmarkt ist wirklich vergleichbar?

Hauptort, Erle und ländliche Immobilien sprechen nicht automatisch dieselben Käufer an.

02
Sind Wohn- und Nutzflächen belastbar?

Grundrisse, Berechnungen, Anbauten und ausgebaute Bereiche sollten mit dem tatsächlichen Bestand übereinstimmen.

03
Welche Modernisierungen sind belegt?

Dach, Fenster, Heizung, Leitungen, Bäder und energetische Maßnahmen sollten nach Jahr und Umfang nachvollziehbar sein.

04
Wie steht das Haus im Neubauvergleich?

Käufer rechnen Kaufpreis und Modernisierung zunehmend gegen neue Wohnangebote in Raesfeld und Erle.

05
Sind Grundstück und Nebenanlagen rechtlich klar?

Gerade bei ländlicheren Objekten können Zufahrt, Nebengebäude, Erschließung und Genehmigungen wertrelevant sein.

06
Welche Preisposition ist marktfähig?

Der Angebotspreis muss zum Objektwert, zum aktuellen Wettbewerb und zum tatsächlich erreichbaren Käuferkreis passen.

Marktpreiseinschätzung durch KEER IMMOBILIEN

So wird aus Raesfelder Marktdaten eine objektbezogene Preisstrategie

Amtliche Daten geben eine belastbare Orientierung. Für die konkrete Verkaufsentscheidung müssen sie auf Lage, Gebäude und Käufermarkt übertragen werden.

Objekt erfassen

Wohnfläche, Grundstück, Baujahr, Unterlagen und rechtliche Merkmale werden vollständig aufgenommen.

Teilmarkt bestimmen

Raesfeld, Erle oder Außenlage, konkrete Straße und tatsächliche Vergleichsangebote werden voneinander abgegrenzt.

Zustand einordnen

Modernisierung, Energie, Ausstattung und noch erforderliche Investitionen werden sachlich bewertet.

Marktdaten abgleichen

Immobilienrichtwert, Bodenmarkt und aktuelle Angebotsmodelle werden methodisch getrennt ausgewertet.

Preisstrategie festlegen

Aus Objektwert, Käuferprofil und Wettbewerb entsteht eine nachvollziehbare Marktposition.

Jürgen Keer, Geschäftsführer von KEER IMMOBILIEN und Ansprechpartner für Raesfeld

Ihre Einordnung vor Ort

 

In Raesfeld beginnt eine gute Preisentscheidung mit der richtigen Vergleichsgruppe.

Der gemeinsame Gemeindename reicht nicht aus. Wir prüfen, welche Marktdaten für die konkrete Lage und Gebäudeart tatsächlich Aussagekraft besitzen und welche Käufer das Objekt realistisch als Alternative betrachten.

 

So entsteht aus allgemeinen Marktinformationen eine belastbare Grundlage für Preisentscheidung und Vermarktung.

 

Wenn Sie den Verkauf bereits konkret prüfen, finden Sie den vollständigen Ablauf auf unserer Seite Immobilie verkaufen in Raesfeld.

 

  • amtliche Richtwerte, Bodenmarkt und Angebotswerte sauber voneinander getrennt
  • Raesfeld, Erle oder Außenlage sowie Mikrolage und Gebäude objektbezogen eingeordnet
  • direkter Kontakt zu Jürgen Keer als verantwortlichem Ansprechpartner
 

Häufige Eigentümerfragen

Immobilienpreise in Raesfeld seriös eingeordnet

Die Antworten unterscheiden konsequent zwischen Marktaktivität, Immobilienrichtwerten, Bodenmarkt und aktuellen Angebotsmodellen.

Wie aktiv war der Immobilienmarkt in Raesfeld 2025?
Für 2025 wurden 115 Kaufverträge registriert. Davon entfielen 47 auf bebaute Grundstücke, 43 auf unbebaute Grundstücke, 16 auf Wohnungs- und Teileigentum und 9 auf Erbbaurechte beziehungsweise Erbbaurechtsgrundstücke. Der Gesamtgeldumsatz lag bei rund 28,43 Millionen Euro.
Was bedeutet der Immobilienrichtwert von 2.700 €/m² für mein Haus?
Der Wert gilt zum 1. Januar 2026 für ein definiertes Normobjekt im Teilmarkt der Ein- und Zweifamilienhäuser. Er darf nicht pauschal mit der Wohnfläche multipliziert werden. Alter, Wohnfläche, Grundstück, Gebäudeart und weitere wertrelevante Merkmale müssen entsprechend dem amtlichen Modell beziehungsweise ergänzend sachverständig angepasst werden.
Was bedeutet der Immobilienrichtwert von 2.640 €/m² für eine Eigentumswohnung?
Auch dieser Wert ist ein normierter amtlicher Vergleichswert. Für die konkrete Wohnung sind zusätzlich Baujahr, Wohnfläche, Ausstattung, Geschosslage, Vermietung sowie Hausgeld, Rücklagen und die Situation der Eigentümergemeinschaft zu berücksichtigen.
Sind die 221 €/m² für Wohnbauland ein Bodenrichtwert?
Nein. Die rund 221 Euro pro Quadratmeter sind der für 2025 veröffentlichte durchschnittliche Kaufpreis geeigneter Wohnbaugrundstücke in Raesfeld einschließlich der genannten Erschließungs- und Anschlussbeiträge. Der Bodenrichtwert ist dagegen zonenbezogen und für das konkrete Grundstück in BORIS.NRW zu prüfen.
Was bedeutet der Bodenpreisindex 115 für Raesfeld?
Der Bodenpreisindex beschreibt die zeitliche Entwicklung des Bodenwertniveaus. Für Raesfeld lag er 2024 und 2025 bei 115 und damit unverändert. Der Index ist ausdrücklich kein Preis von 115 Euro pro Quadratmeter.
Gibt es für Erle eigene amtliche Daten?
Beim Bodenpreisindex wird Raesfeld-Erle als eigenes Indexgebiet geführt. Der Index beträgt für 2025 unverändert 112. Einen eigenen Immobilienrichtwert für Ein- und Zweifamilienhäuser weist der Bericht für Erle dagegen nicht separat aus. Deshalb darf aus dem Bodenindex kein eigener pauschaler Hauspreis für Erle abgeleitet werden.
Warum zeigen Online-Portale andere Werte als der Gutachterausschuss?
Portale arbeiten mit Angebotspreisen oder statistischen Modellen, während der Gutachterausschuss seine Immobilienrichtwerte aus der Kaufpreissammlung ableitet und auf Normobjekte umrechnet. Die aktuell geprüften Online-Hauswerte liegen ungefähr zwischen 2.795 und 3.055 Euro pro Quadratmeter; bei Wohnungen zwischen etwa 2.521 und 2.819 Euro.
Unterscheidet sich Erle beim Immobilienverkauf vom Hauptort?
Ja. Erle besitzt eine starke eigene Ortsidentität und mit rund 3.694 Einwohnern einen erheblichen Anteil an der Gemeindebevölkerung. Käufer suchen teilweise gezielt in Erle. Trotzdem muss die konkrete Straße, das Grundstück und das Gebäude betrachtet werden; eine pauschale Erle-Preisregel wäre fachlich nicht belastbar.
Wie wirken sich neue Baugebiete auf ältere Häuser aus?
Neue Baugrundstücke in der Stockbreede und an der Wehler Straße erweitern die Auswahl für Familien. Dadurch werden ältere Häuser stärker nach Energie, Grundriss und notwendigem Gesamtaufwand mit Neubaualternativen verglichen. Bestandsobjekte können zugleich mit gewachsenen Grundstücken, fertigen Außenanlagen und kurzfristiger Verfügbarkeit punkten.
Was ist bei Immobilien in Homer oder Außenlagen besonders wichtig?
Bei ländlicheren Immobilien spielen Grundstück, Zufahrt, Nebengebäude, Erschließung, Genehmigungen und Nutzungsmöglichkeiten eine größere Rolle. Der Gutachterausschuss führt für wohnbaulich genutzte Flächen im Raesfelder Außenbereich zudem einen eigenen Bodenrichtwert. Dieser darf nur innerhalb seiner vorgesehenen Bewertungsmethodik angewendet werden.
Sollte ich vor dem Verkauf noch renovieren?
Nicht jede Renovierung erhöht den Verkaufspreis um ihre Kosten. Technische Mängel und ungeklärte Schäden sollten von rein geschmacklichen Maßnahmen getrennt werden. Sinnvoll ist eine objektbezogene Kosten-Nutzen-Prüfung unter Berücksichtigung des Käufermarkts und der aktuellen Neubaualternativen.
Welche Unterlagen sollten vor der Bewertung vorliegen?
Wichtig sind belastbare Flächenangaben, Grundrisse, Energieausweis, Modernisierungsnachweise, Grundbuch- und Baulasteninformationen sowie Genehmigungen für An- und Umbauten. Bei Wohnungen kommen Teilungserklärung, Wirtschaftsplan, Protokolle, Rücklagen und Hausgeld hinzu.
Ist 2026 ein guter Zeitpunkt für einen Immobilienverkauf in Raesfeld?
Die 115 Kaufverträge des Jahres 2025 zeigen einen aktiven Markt. Ob 2026 für Ihre Immobilie der richtige Verkaufszeitpunkt ist, hängt jedoch von der persönlichen Situation, dem konkreten Teilmarkt, Gebäudezustand, aktuellen Konkurrenzangeboten und einer realistischen Preispositionierung ab.

Hinweis zur Aussagekraft: Sämtliche Preisangaben dienen der allgemeinen Orientierung. Immobilienrichtwerte beziehen sich auf Normobjekte, Bodenrichtwerte auf Richtwertzonen, Durchschnittspreise für Wohnbauland auf ausgewertete Kauffälle und Online-Werte auf Angebots- beziehungsweise Modellmärkte. Die Inhalte stellen weder ein Verkehrswertgutachten im Sinne des § 194 BauGB noch eine verbindliche Kaufpreisprognose dar.

Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der dargestellten Angaben wird keine Gewähr übernommen. Eine Haftung für Schäden aus der Verwendung dieser Angaben ist, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen. Zwingende gesetzliche Haftungstatbestände bleiben unberührt.