Immobilienpreise Kleve · stand August 2026

Immobilienpreise in Kleve 2026

Amtliche Kaufpreisdaten, Immobilienrichtwert-Modelle, Bodenwerte und aktuelle Angebotswerte für Eigentümer in Kleve.

Kleve gehört zu den aktivsten Immobilienmärkten im nördlichen Kreis Kleve und ist gleichzeitig stark differenziert. Innenstadt und Spoykanal, Oberstadt und Bresserberg, Materborn, Kellen, Rindern, Reichswalde und Donsbrüggen werden von Käufern nicht als austauschbare Wohnlagen betrachtet. Der Grundstücksmarktbericht 2026 liefert für 2025 eine breite Datenbasis: 264 Verkäufe von Ein- und Zweifamilienhäusern, 118 geeignete Wohnungskäufe und 29 Wohnbaugrundstücke. Diese Seite trennt tatsächliche Verkäufe, amtliche Vergleichsmodelle, Bodenwerte und aktuelle Online-Angebotswerte konsequent voneinander.

 

Datenbasis: Grundstücksmarktbericht 2026 des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Kreis Kleve, BORIS.NRW, aktuelle Veröffentlichungen der Stadt Kleve sowie fünf am 19. August 2026 überprüfte Online-Preisquellen.

Ein-/Zweifamilienhäuser 2025 264 Verkäufe 87.831.798 Euro Geldumsatz; 22,2 % mehr Verkäufe als 2024.
Wohnungseigentum 2025 118 Kauffälle 24.732.361 Euro Geldumsatz; 15 Erst- und 103 Weiterverkäufe.
Wohnbauland 01.01.2026 145 · 245 · 280 €/m² Gebietstypische Werte für mäßige, mittlere und gute Wohnlagen.
Kleve als Wohn- und Immobilienstandort am Niederrhein
Kleve genauer einordnen Großer Markt bedeutet mehr Daten – aber auch mehr direkte Vergleichsangebote für Käufer. Deshalb reicht ein durchschnittlicher Klever Quadratmeterpreis nicht. Entscheidend ist, welche Objekt- und Lagegruppe zur konkreten Immobilie tatsächlich passt.
Kleve bietet genügend Transaktionen für eine fundierte Markteinordnung. Den Einzelwert tragen trotzdem Mikrolage, Gebäude, Grundstück und Zustand.

 

Marktentwicklung 2024 → 2025

Häuser, Wohnungen und Wohnbauland: In allen drei Segmenten stieg die Marktaktivität

Die Entwicklung ist für Kleve besonders aufschlussreich, weil nicht nur die Fallzahlen, sondern auch die Geldumsätze deutlich zunahmen. Das zeigt einen liquiden Markt – nicht automatisch steigende Preise für jedes Einzelobjekt.

Hausverkäufe 216 → 264 Ein- und Zweifamilienhäuser. +22,2 % bei den Verkäufen; Geldumsatz +34,3 %.
Wohnungseigentum 88 → 118 Zur Auswertung geeignete Kauffälle. +34,1 % bei den Fällen; Geldumsatz +47,8 %.
Wohnbaugrundstücke 9 → 29 Individueller Wohnungsbau. Fallzahl mehr als verdreifacht; Umsatz von 1,60 auf 4,16 Mio. €.
Mittleres Bodenrichtwertniveau 241,38 → 246,02 €/m² Flächengewichtet und normiert. +1,9 % zum Stichtag 01.01.2026.

Ein- und Zweifamilienhäuser 2025

264 Verkäufe und 87,83 Millionen Euro Geldumsatz

Kleve besitzt damit einen breiten Hausmarkt. 2024 waren es 216 Verkäufe mit 65,41 Millionen Euro Umsatz. Die höhere Marktaktivität verbessert die Vergleichsbasis – ersetzt aber nicht die Abgrenzung nach Gebäudeart, Ortsteil und Objektmerkmalen.

Tatsächliche Transaktionen

264 · 87.831.798 €

2024 Verkäufe216
2025 Verkäufe264
2024 Umsatz65,41 Mio. €
2025 Umsatz87,83 Mio. €

Diese Zahlen beruhen auf registrierten Kaufverträgen. Ein Durchschnitt aus Gesamtumsatz und Fallzahl wäre dennoch kein belastbarer Wert für ein einzelnes Haus, weil Grundstück, Wohnfläche, Bauweise und Baujahr stark variieren.

Käufervergleich

Mehr Angebot bedeutet präzisere Positionierung

In einem Markt mit 264 Hausverkäufen können Käufer stärker zwischen Materborn, Kellen, Rindern, Reichswalde, Innenstadt und angrenzenden Gemeinden vergleichen. Eine gute Preisstrategie muss deshalb nachvollziehbar erklären, warum genau dieses Haus zu genau dieser Vergleichsgruppe gehört.

Amtliches Vergleichsmodell für Häuser

2.416 €/m² Modellbasis – für Kleve mit dem Kommunalfaktor 1,01

Der Gutachterausschuss hat 1.594 geeignete Hausverkäufe aus den Jahren 2022 bis 2025 in das Modell einbezogen. 222 davon stammen aus Kleve. Der Kommunalfaktor ist nur einer von mehreren Rechenschritten.

Normierter Ausgangspunkt

2.416 €/m² × 1,01

Modellbasis2.416 €/m²
Kleve-Faktor1,01
Klever Modellfälle222
Standardfehler± 324 €/m²

Der reine kommunale Rechenschritt ergibt rund 2.440 €/m². Das ist kein fertiger „Hauspreis Kleve“. Anschließend werden weitere Merkmale des konkreten Hauses über das amtliche Modell angepasst.

Ausgewählte Modellfaktoren

Baujahr, Wohnfläche und Bodenwert wirken deutlich

Baujahr0,83–1,34
Wohnfläche0,66–1,10
Bodenwertniveau0,93–1,07
Grundstückmodellabhängig

Zusätzlich fließen Keller, Gebäudestandard, Bauweise, Grundstücksfläche und Modernisierung ein. Die Faktoren dürfen nur innerhalb des vollständigen Modells verwendet werden.

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Die konkrete Lage innerhalb Kleves bleibt ein eigener Bewertungsfaktor.

Der Grundstücksmarktbericht weist ausdrücklich darauf hin, dass die zugrunde gelegten Kaufpreise überwiegend aus innerstädtischen beziehungsweise innergemeindlichen Bereichen stammen. Abweichende Lagen müssen sachverständig angepasst werden. Der über das Modell errechnete Immobilienrichtwert ist zudem nur eine Orientierungsgröße und kein Verkehrswert nach § 194 BauGB.

Wohnungseigentum 2025

118 geeignete Kauffälle und 24,73 Millionen Euro Geldumsatz

Der Klever Wohnungsmarkt ist erheblich größer als in vielen Nachbarkommunen. 2025 wurden 15 Erstverkäufe und 103 Weiterverkäufe registriert. Dadurch müssen Neubau und gebrauchter Wohnungsbestand konsequent getrennt betrachtet werden.

Gesamtmarkt Wohnungseigentum

118 · 24.732.361 €

2024 Fälle88
2025 Fälle118
Erstverkäufe15
Weiterverkäufe103

Die Zahl geeigneter Kauffälle stieg gegenüber 2024 um rund 34 Prozent, der Geldumsatz um knapp 48 Prozent. Das spricht für einen aktiven Wohnungsmarkt, aber nicht für ein einheitliches Preisniveau.

Innenstadt und Hochschule

Eigennutzer und Anleger kalkulieren unterschiedlich

Rund um Innenstadt, Bahnhof und Spoykanal können kleinere Wohnungen und Anlageobjekte einen anderen Käuferkreis ansprechen als größere Familienwohnungen in den äußeren Wohnstandorten. Hausgeld, Rücklagen, Beschlüsse, Vermietung und Stellplatz gehören deshalb immer zur Preisprüfung.

Neu errichtete Eigentumswohnungen 2025

11 ausgewertete Erstverkäufe: durchschnittlich 3.606 €/m²

Von den insgesamt 15 registrierten Erstverkäufen erfüllten 11 die Kriterien der detaillierten amtlichen Preisauswertung. Diese Unterscheidung ist wichtig, damit Fallzahl und Durchschnittspreis nicht miteinander vermischt werden.

Detailauswertung 11 Fälle

Geeignete Erstverkäufe für die statistische Kaufpreisauswertung 2025.

15 Erstverkäufe wurden insgesamt registriert.
Mittlerer Kaufpreis 3.606 €/m²

Amtlicher Mittelwert der 11 ausgewerteten Neubauwohnungen.

Nebenanlagen wie Garage oder Stellplatz sind nicht enthalten.
Preisspanne 3.393–3.819 €/m²

Veröffentlichte Spanne der amtlichen Auswertung.

Gilt nur für den untersuchten Neubau-Teilmarkt.
Mittlere Wohnfläche 84 m²

Spanne der ausgewerteten Wohnflächen: 77 bis 91 m².

Objektgröße und Projektstandard prägen den Mittelwert.

Gebrauchte Eigentumswohnungen

2.193 €/m² Modellbasis – für Kleve mit dem Kommunalfaktor 1,03

Für gebrauchte Wohnungen nutzt der Gutachterausschuss ein eigenes Regressionsmodell mit 643 Kauffällen aus den Jahren 2021 bis 2025. 169 Modellfälle stammen aus Kleve.

Normierter Ausgangspunkt

2.193 €/m² × 1,03

Modellbasis2.193 €/m²
Kleve-Faktor1,03
Klever Modellfälle169
Standardfehler± 337 €/m²

Der reine kommunale Modellschritt ergibt rund 2.259 €/m². Der Wert gilt ausschließlich innerhalb des amtlichen Modells für Weiterverkäufe und ist kein pauschaler Kaufpreis für gebrauchte Wohnungen in Kleve.

Weitere Einflussgrößen

Wohnung und Gebäude werden gemeinsam bewertet

Baujahr0,73–1,22
Wohnfläche0,91–1,00
Gebäudestandard0,87–1,26
Vermietungseparat

Zusätzlich wirken Geschosslage, Bodenwertniveau, Aufzug, Modernisierung und Balkon auf das Ergebnis. Gerade deshalb kann eine einzelne Wohnung deutlich vom kommunalen Ausgangswert abweichen.

Wohnbauland 2025/2026

29 Verkäufe – und ein deutlich breiterer Bodenmarkt als im Vorjahr

2024 wurden in Kleve neun Wohnbaugrundstücke für den individuellen Wohnungsbau registriert, 2025 waren es 29. Der Geldumsatz stieg von 1,60 auf 4,16 Millionen Euro.

Mäßige Wohnlage 145 €/m²

Gebietstypischer, erschließungsbeitragsfreier Wohnbaulandwert zum 01.01.2026.

Kein pauschaler Wert für jedes Klever Grundstück.
Mittlere Wohnlage 245 €/m²

Gebietstypisches mittleres Niveau der amtlichen Übersicht.

Die konkrete BORIS-Zone bleibt maßgeblich.
Gute Wohnlage 280 €/m²

Oberes gebietstypisches Niveau der amtlichen Übersicht.

Eine bekannte Lagebezeichnung führt nicht automatisch zu diesem Wert.
Normiertes mittleres Niveau 246,02 €/m²

Flächengewichteter Mittelwert aller Klever Wohnbauland-Richtwertzonen.

01.01.2025: 241,38 €/m² – Veränderung rund +1,9 %.
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145 / 245 / 280 €/m² und 246,02 €/m² sind unterschiedliche amtliche Größen.

Die drei Werte beschreiben gebietstypische Lagequalitäten. Die 246,02 €/m² sind dagegen ein flächengewichtetes und normiertes mittleres Bodenrichtwertniveau über die Klever Richtwertzonen. Für ein konkretes Grundstück ist immer die tatsächliche Bodenrichtwertzone entscheidend.

Aktuelles Wohnbauland

 

Neerfeldstraße / Goldacker schafft einen konkreten Neubauvergleich

Die Stadt Kleve führt im Baugebiet Neerfeldstraße / Goldacker seit dem 10. Juni 2026 zwei Teilgrundstücke für die Errichtung von Doppelhäusern in einer Dauervermarktung. Zum Prüftag wird Grundstück 9a als reserviert und Grundstück 9b als frei ausgewiesen.

Für Bestandsverkäufer ist diese Information kein Bodenrichtwert und kein direkter Preisvergleich. Sie zeigt aber, dass Käufer in Kleve reale Neubaualternativen besitzen und Kaufpreis, Baukosten, Wartezeit, Energieeffizienz und Außenanlagen gegen einen bestehenden Hauskauf rechnen können.

Ein Bestandsobjekt kann gleichzeitig Vorteile bieten, die ein Neubau erst schaffen muss: eingewachsener Garten, Garage, sofortige Verfügbarkeit, größere Grundstücksfläche oder bereits abgeschlossene Modernisierungen.

Mehrfamilienhäuser und gemischt genutzte Gebäude

37 Verkäufe und 18,99 Millionen Euro Umsatz – ein eigener Klever Teilmarkt

Kleve ist groß genug, dass auch Anlage- und Mehrfamilienobjekte als eigener Markt sichtbar werden. 2025 wurden 37 Drei- und Mehrfamilienhäuser beziehungsweise gemischt genutzte Gebäude mit rund 18,99 Millionen Euro Geldumsatz registriert.

Marktaktivität

37 · 18.989.970 €

Dieser Teilmarkt darf weder mit Einfamilienhäusern noch mit einzelnen Eigentumswohnungen vermischt werden. Mieterträge, Bewirtschaftung, Instandhaltung, Mietstruktur und Grundstück spielen eine deutlich größere Rolle.

Für Eigentümer

Ertrag und Substanz gemeinsam erklären

Bei einem Mehrfamilienhaus oder gemischt genutzten Gebäude zählt nicht nur die Lage. Käufer prüfen Mietverträge, tatsächliche Erträge, nicht umlagefähige Kosten, technische Substanz, Entwicklungspotenzial und Finanzierung.

Aktuelle Online-Preisquellen · Q4 2025 bis August 2026

Fünf Anbieter – bei Häusern fast 480 €/m² Unterschied

Die Onlineanbieter verwenden unterschiedliche Angebotsbestände, Zeiträume und Berechnungsmodelle. Ihre Werte sind deshalb Marktindikatoren und werden bewusst nicht als tatsächlich gezahlte Kaufpreise bezeichnet.

Häuser in Kleve

ca. 2.559–3.037 €/m²

Zwischen dem niedrigsten und höchsten der fünf überprüften Modelle liegen rund 478 Euro pro Quadratmeter.

Eigentumswohnungen in Kleve

ca. 2.507–2.799 €/m²

Bei Wohnungen beträgt die Spanne rund 292 Euro pro Quadratmeter.

Anbieter / Modell Häuser Wohnungen Datenstand
Immowelt 2.669 €/m² 2.530 €/m² 1. Juli 2026
ImmoScout24 3.037 €/m² 2.507 €/m² 2026 · Abruf 19.08.2026
Engel & Völkers 2.681 €/m² 2.799 €/m² 2. Juni 2026
Immoportal 2.559 €/m² 2.666 €/m² 1. August 2026
immoverkauf24 / Sprengnetter 3.007 €/m² 2.550 €/m² Q4 2025

Wichtig: Immowelt spricht von geschätzten Preisen, Immoportal ausdrücklich von Angebotspreisen und immoverkauf24 von Angebotspreisen auf Basis des Sprengnetter-Modells. Auch die anderen Portaldaten bilden keine notariell bestätigte Kaufpreissammlung ab. Für eine Bewertung sollten diese Zahlen deshalb nur ergänzend zur amtlichen Datenbasis verwendet werden.

Warum Onlinewerte und amtliche Modelle auseinanderliegen können

2.440 €/m², 2.559 €/m² oder 3.037 €/m² können gleichzeitig korrekt gemeint sein – aber nicht dasselbe bedeuten

Der reine kommunale Schritt im amtlichen Hausmodell ergibt rund 2.440 €/m². Immoportal nennt aktuell 2.559 €/m², ImmoScout24 3.037 €/m². Diese Zahlen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, weil sie unterschiedliche Objekte, Zeiträume und Methoden abbilden.

01

Kaufpreissammlung

Sie dokumentiert tatsächlich beurkundete Transaktionen und bildet die amtliche Grundlage der Marktbeobachtung.

02

Amtliches Vergleichsmodell

Es startet bei einem Normobjekt und passt Kommune, Baujahr, Wohnfläche, Grundstück und weitere Merkmale systematisch an.

03

Online-Angebotsmodell

Es verarbeitet veröffentlichte Angebote beziehungsweise statistische Datenbestände und beschreibt damit eine andere Preiswelt.

04

Marktfähiger Angebotspreis

Er muss Objektwert, Mikrolage, aktuelle Konkurrenz und Käuferzielgruppe zu einer nachvollziehbaren Verkaufsposition verbinden.

Klever Wohnentwicklung

Materborn, Kellen, Rindern und Innenstadt verändern sich weiter

Aktuelle Bauleitplanungen zeigen, dass mehrere wichtige Wohnstandorte weiterentwickelt werden. In Materborn wurden unter anderem Verfahren an Querallee, Am Forsthaus und Gertrud-Boss-Straße behandelt. In Kellen wurden Bereiche am Klever Ring und an der Willibrordschule planerisch bearbeitet; in Rindern unter anderem Keekener Straße/Molkereiweg. Für die Innenstadt wurde das Integrierte Handlungskonzept „Innenstadt Kleve 2025“ als städtebauliches Entwicklungskonzept beschlossen.

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Planung ist kein automatischer Preishebel.

Neue Quartiere, Infrastruktur und städtebauliche Maßnahmen verändern Angebot und Wahrnehmung. Der Wert einer bestehenden Immobilie steigt oder fällt dadurch nicht automatisch. Entscheidend ist, wie die konkrete Lage und das Objekt im aktuellen Käufervergleich abschneiden.

Was den Einzelwert verändert

Warum zwei Klever Immobilien trotz ähnlicher Wohnfläche sehr unterschiedlich bewertet werden

Kleve besitzt genügend Marktbreite, dass Unterschiede innerhalb eines Ortsteils bereits erheblich sein können.

01

Mikrolage

Innenstadt, Hauptverkehrsachse, ruhige Seitenstraße, Höhenlage oder grüner Ortsrand verändern den Käufervergleich teilweise innerhalb weniger hundert Meter.

02

Gebäudeart

Freistehendes Haus, Doppelhaushälfte, Reihenhaus, Wohnung und Mehrfamilienhaus gehören in unterschiedliche Vergleichsgruppen.

03

Baujahr und Modernisierung

Das amtliche Hausmodell zeigt einen deutlichen Baujahreseinfluss. Der tatsächliche Modernisierungsstand kann diese Einordnung weiter verändern.

04

Grundstück und Topografie

Größe, Zuschnitt, Garten, Zufahrt, Hanglage, Nebenflächen und Bodenrichtwertzone beeinflussen Nutzbarkeit und Gesamtwert.

05

Energie und Folgekosten

Heizung, Fenster, Dach und energetischer Zustand werden im Vergleich mit neueren Angeboten zunehmend als Teil der Gesamtinvestition gerechnet.

06

Unterlagen und Gemeinschaft

Bei Häusern zählen Bauakte und Flächen, bei Wohnungen zusätzlich Hausgeld, Rücklagen, Beschlüsse und der Zustand des Gemeinschaftseigentums.

Klever Teilmärkte

 

Innenstadt, Höhenlagen und große Wohnorte brauchen unterschiedliche Vergleichsgruppen

Die Innenstadt und der Spoykanal besitzen einen stärkeren Wohnungs- und Anlagebezug. Materborn und Kellen sind große, heterogene Wohnstandorte mit vielen Bauphasen. Rindern verbindet dörflichen Charakter und Kernstadtnähe, während Reichswalde und Donsbrüggen stärker von Grün, Grundstück und individuellen Lagen geprägt werden.

Eine Preisrangfolge lässt sich daraus nicht seriös ableiten. Maßgeblich bleiben konkrete Straße, Grundstück, Gebäudeart und Zustand.

Marktdaten und Immobilienbewertung für Kleve und seine Wohnlagen
In Kleve ist der Ortsteil nur der erste Filter. Die belastbare Vergleichsgruppe entsteht erst aus Mikrolage und Objekt.

Bedeutung für Eigentümer

 

Lohnt sich ein Immobilienverkauf in Kleve aktuell?

Die 2025 deutlich gestiegenen Transaktionszahlen zeigen einen liquiden Klever Markt. Gleichzeitig bedeutet ein großer Markt mehr Auswahl für Käufer und damit einen stärkeren direkten Vergleich zwischen Lage, Zustand und Preis.

Für Eigentümer ist das grundsätzlich positiv, wenn die Immobilie realistisch eingeordnet und klar positioniert wird. Ein zu grober Stadtmittelwert reicht in Kleve aber weniger denn je, weil Käufer innerhalb der Stadt und mit Bedburg-Hau, Kranenburg, Goch oder Emmerich zusätzliche Alternativen sehen.

Eine belastbare Preisstrategie verbindet deshalb Kaufpreissammlung, amtliches Vergleichsmodell, konkrete Bodenrichtwertzone, Mikrolage und aktuelle Angebotskonkurrenz.

Vor dem Marktstart

Acht Fragen, die Klever Eigentümer vor der Preisfestlegung klären sollten

Die Breite des Klever Marktes erlaubt eine genauere Vergleichsprüfung – sie sollte auch genutzt werden.

01
Welcher Stadtteil und welche Straße sind wirklich vergleichbar?

Materborn, Kellen, Rindern oder Reichswalde reichen als Lageangabe allein noch nicht aus.

02
Welche Gebäudeart liegt vor?

Freistehend, Doppelhaushälfte, Reihenhaus, Wohnung oder Mehrfamilienhaus benötigen unterschiedliche Vergleichsgruppen.

03
Welche Baujahres- und Wohnflächengruppe passt?

Das amtliche Hausmodell zeigt, dass beide Merkmale den Vergleichspreis deutlich verändern können.

04
Wie belastbar sind Wohnfläche und Bauakte?

Anbauten, Dachausbauten und Nebenflächen sollten vor Veröffentlichung rechtlich und flächenmäßig geklärt sein.

05
Welche Modernisierungen sind tatsächlich belegt?

Dach, Fenster, Heizung, Leitungen und energetische Maßnahmen sollten mit Datum und Nachweisen dokumentiert sein.

06
Welche Bodenrichtwertzone gehört zum Grundstück?

Gebietstypische Stadtwerte ersetzen nicht den konkreten Bodenrichtwert der tatsächlichen Lage.

07
Welche Neubau- und Bestandsangebote sieht der Käufer?

Aktuelle Baugrundstücke und neue Wohnprojekte erhöhen die Transparenz über Gesamtinvestitionen.

08
Welche Preisposition ist im sichtbaren Wettbewerb tragfähig?

Der Angebotspreis muss Bewertung, Käuferzielgruppe und aktuelle Konkurrenz zusammenführen.

Marktpreiseinschätzung durch KEER IMMOBILIEN

So werden aus Klever Marktdaten eine objektbezogene Bewertung und eine Preisstrategie

Die große Datenbasis ist ein Vorteil – wenn sie sauber auf das Einzelobjekt reduziert wird.

Objekt vollständig erfassen

Wohnfläche, Grundstück, Baujahr, Unterlagen und rechtliche Besonderheiten werden aufgenommen und geprüft.

Mikromarkt bestimmen

Ortsteil, Straße, Gebäudeart, Bauphase und tatsächliches Käuferprofil werden voneinander abgegrenzt.

Amtliches Modell anwenden

Vergleichsfaktoren werden nur dort verwendet, wo sie zu den tatsächlichen Objektmerkmalen passen.

Boden und Konkurrenz prüfen

Bodenrichtwertzone, Neubaualternativen und aktuelle Bestandsangebote werden getrennt ausgewertet.

Preisstrategie festlegen

Aus Objektwert, Käuferzielgruppe und Wettbewerb entsteht eine nachvollziehbare Marktposition.

Jürgen Keer, Geschäftsführer von KEER IMMOBILIEN und Ansprechpartner für Kleve

Ihre Einordnung vor Ort

 

Kleve hat genug Markt, um genauer hinzusehen – und genau das sollte man nutzen.

264 Hausverkäufe und 118 geeignete Wohnungskäufe liefern eine gute Datengrundlage. Für mich ist deshalb nicht entscheidend, möglichst viele Zahlen zu nennen, sondern die Zahlen herauszufiltern, die für das konkrete Haus oder die konkrete Wohnung wirklich belastbar sind.

 

Ein Familienhaus in Materborn, eine Wohnung nahe dem Spoykanal und ein freistehendes Haus in Reichswalde werden von unterschiedlichen Käufern mit unterschiedlichen Alternativen verglichen. Genau dieser Vergleich muss die Preisentscheidung tragen.

 

  • amtliche Kaufpreisdaten, Vergleichsfaktoren und Angebotswerte methodisch sauber getrennt
  • Mikrolage, Gebäudeart, Grundstück und Modernisierung objektbezogen eingeordnet
  • direkter Kontakt zu Jürgen Keer als verantwortlichem Ansprechpartner
 

Häufige Eigentümerfragen

Immobilienpreise in Kleve seriös eingeordnet

Die Antworten unterscheiden tatsächliche Kaufverträge, amtliche Vergleichsmodelle, Bodenwerte und aktuelle Online-Angebotsdaten.

Wie aktiv war der Hausmarkt in Kleve 2025?
Der Grundstücksmarktbericht 2026 weist für Kleve 264 Verkäufe von Ein- und Zweifamilienhäusern mit 87.831.798 Euro Geldumsatz aus. 2024 waren es 216 Verkäufe mit 65.409.500 Euro Umsatz. Die Fallzahl stieg damit um rund 22,2 Prozent, der Geldumsatz um rund 34,3 Prozent.
Warum nennt diese Seite keinen pauschalen Hauspreis für Kleve?
Der Gutachterausschuss arbeitet für gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser mit einem Vergleichsfaktorenmodell. Es startet bei 2.416 €/m² und berücksichtigt anschließend Kommune, Baujahr, Wohnfläche, Keller, Gebäudestandard, Bodenwertniveau, Bauweise, Grundstücksfläche und Modernisierung. Ein einzelner Stadtmittelwert würde diese Unterschiede verdecken.
Was bedeutet der Kleve-Faktor 1,01 im Hausmodell?
Der Kommunalfaktor wurde aus 222 Klever Modellfällen abgeleitet. Der reine Rechenschritt 2.416 €/m² × 1,01 ergibt rund 2.440 €/m². Dieser Betrag ist noch kein Immobilienwert, weil alle weiteren Objektfaktoren anschließend berücksichtigt werden müssen.
Wie stark wirken Baujahr und Wohnfläche im amtlichen Hausmodell?
Die veröffentlichten Baujahresfaktoren reichen im Modell von 0,83 für ältere Baujahresgruppen bis 1,34 für 2020–2025. Bei der Wohnfläche reicht die Faktorenspanne von 1,10 für 75–109 m² bis 0,66 für 210–250 m². Die Faktoren dürfen nur innerhalb des vollständigen Gutachterausschuss-Modells verwendet werden.
Wie aktiv war der Wohnungsmarkt in Kleve 2025?
Für Kleve wurden 118 zur Auswertung geeignete Wohnungskäufe mit 24.732.361 Euro Geldumsatz registriert. 2024 waren es 88 Fälle mit 16.738.986 Euro. 2025 entfielen 15 Verkäufe auf Erstverkäufe und 103 auf Weiterverkäufe.
Wie hoch waren die tatsächlichen Kaufpreise neuer Eigentumswohnungen?
Für die detaillierte amtliche Auswertung konnten 11 Klever Erstverkäufe verwendet werden. Der mittlere Kaufpreis lag bei 3.606 €/m², die veröffentlichte Spanne bei 3.393 bis 3.819 €/m² und die mittlere Wohnfläche bei 84 m². Insgesamt wurden 15 Erstverkäufe registriert; nicht alle erfüllten die Kriterien der Detailauswertung.
Wie funktioniert das amtliche Modell für gebrauchte Wohnungen?
Die Modellbasis beträgt 2.193 €/m², für Kleve gilt ein Kommunalfaktor von 1,03 auf Basis von 169 Klever Modellfällen. Der reine kommunale Schritt ergibt rund 2.259 €/m². Baujahr, Wohnfläche, Geschosslage, Gebäudestandard, Bodenwertniveau, Aufzug, Modernisierung, Balkon und Vermietung werden zusätzlich berücksichtigt.
Wie hoch sind die gebietstypischen Wohnbaulandwerte in Kleve?
Zum 1. Januar 2026 nennt der Grundstücksmarktbericht 145 €/m² für mäßige, 245 €/m² für mittlere und 280 €/m² für gute Wohnlagen. Diese Werte sind eine Übersicht über das Bodenwertniveau. Für ein konkretes Grundstück ist die tatsächliche Bodenrichtwertzone maßgeblich.
Was bedeutet das mittlere Bodenrichtwertniveau von 246,02 €/m²?
Die 246,02 €/m² sind ein flächengewichteter und normierter Mittelwert der Klever Wohnbauland-Richtwertzonen zum 1. Januar 2026. Ein Jahr zuvor lag dieser Wert bei 241,38 €/m². Die Veränderung beträgt rund 1,9 Prozent. Der Mittelwert ersetzt nicht die konkrete Richtwertzone eines Grundstücks.
Wie aktiv war der Markt für Wohnbaugrundstücke?
2025 wurden 29 Grundstücke für den individuellen Wohnungsbau mit 4.159.896 Euro Geldumsatz verkauft. 2024 waren es neun Verkäufe mit 1.596.778 Euro. Die Fallzahl hat sich damit mehr als verdreifacht.
Was bedeuten die aktuellen Baugrundstücke Neerfeldstraße / Goldacker für Eigentümer?
Sie zeigen, dass Käufer in Kleve reale Neubaualternativen besitzen. Zum Prüftag führt die Stadt Grundstück 9a als reserviert und 9b als frei. Für den Bestandsverkauf ist dies kein unmittelbarer Preisvergleich, aber eine relevante Alternative in der Gesamtkostenrechnung eines bauwilligen Käufers.
Warum zeigen Online-Portale unterschiedliche Hauspreise für Kleve?
Die fünf überprüften Anbieter liegen ungefähr zwischen 2.559 und 3.037 €/m². Immowelt nennt 2.669 €/m², ImmoScout24 3.037 €/m², Engel & Völkers 2.681 €/m², Immoportal 2.559 €/m² und immoverkauf24/Sprengnetter rund 3.007 €/m². Diese Werte beruhen auf Angebots- beziehungsweise Modellmärkten und sind keine notariell bestätigten Kaufpreise.
Welche aktuellen Onlinewerte werden für Wohnungen genannt?
Die fünf überprüften Modelle liegen ungefähr zwischen 2.507 und 2.799 €/m². Immowelt nennt 2.530 €/m², ImmoScout24 2.507 €/m², Engel & Völkers 2.799 €/m², Immoportal 2.666 €/m² und immoverkauf24/Sprengnetter 2.550 €/m².
Welche Rolle spielen Materborn, Kellen und Rindern bei der Preisfindung?
Alle drei sind große beziehungsweise wichtige Klever Wohnstandorte, unterscheiden sich aber bei Bauphasen, Verkehrsbezug, Grundstücken und aktuellen Planungen. Der Ortsteilname ist deshalb nur die erste Stufe. Die konkrete Straße, das Gebäude und der Modernisierungsstand entscheiden über die geeignete Vergleichsgruppe.
Ist Reichswalde automatisch teurer als andere Klever Ortsteile?
Nein. Reichswalde kann mit Grün, Ruhe und individuellen Grundstücken Käufer ansprechen, aber daraus entsteht kein pauschaler Preisaufschlag. Größe und Nutzbarkeit des Grundstücks, Gebäudestatus, Fahrtwege, Modernisierung und konkrete Mikrolage bleiben entscheidend.
Welche Bedeutung hat die Hochschule Rhein-Waal für den Wohnungsmarkt?
Der Campus am Spoykanal kann insbesondere bei gut erreichbaren kleineren Wohnungen und Anlageobjekten ein zusätzlicher Nachfragefaktor sein. Für größere Familienwohnungen oder Häuser in äußeren Ortsteilen ist dieser Zusammenhang deutlich schwächer. Eine Bewertung sollte deshalb nicht pauschal mit „Hochschulnähe“ argumentieren.
Wie groß ist der Klever Markt für Mehrfamilienhäuser?
2025 wurden 37 Drei- und Mehrfamilienhäuser beziehungsweise gemischt genutzte Gebäude mit 18.989.970 Euro Geldumsatz registriert. Dieser Teilmarkt wird nach Ertrag, Mietstruktur, Instandhaltung und Gebäudesubstanz anders bewertet als ein Einfamilienhaus.
Ist 2026 ein guter Zeitpunkt für einen Immobilienverkauf in Kleve?
Die deutlich gestiegene Marktaktivität 2025 zeigt einen liquiden Markt. Ob 2026 für die konkrete Immobilie der richtige Zeitpunkt ist, hängt dennoch von persönlicher Situation, Mikrolage, Objektart, Zustand, aktueller Konkurrenz und realistischer Preispositionierung ab.

Hinweis zur Aussagekraft: Sämtliche Preisangaben dienen der allgemeinen Orientierung. Amtliche Verkaufszahlen beruhen auf der Kaufpreissammlung; Vergleichsfaktoren gelten nur innerhalb der amtlichen Modelle; Bodenrichtwerte sind zonenbezogen; Online-Werte bilden Angebots-, Schätz- oder Modellmärkte ab. Die Inhalte stellen weder ein Verkehrswertgutachten im Sinne des § 194 BauGB noch eine verbindliche Kaufpreisprognose dar.

Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der dargestellten Angaben wird keine Gewähr übernommen. Eine Haftung für Schäden aus der Verwendung dieser Angaben ist, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen. Zwingende gesetzliche Haftungstatbestände bleiben unberührt.